Die Ebene der Unbegreiflichkeit

Auf der Stufe von Dzoladhara erreichen wir das vollständige und voll qualifizierte klare Licht, das die Natur der spontanen großen Glückseligkeit, die Leere realisiert, ist. Wenn wir aus diesem meditativen Gleichgewicht hervor kommen, erreichen wir den illusorischen Körper, welcher der eigentliche göttliche Körper ist. Dieser Körper wird nicht durch die Vorstellung erzeugt, sondern ist ein tatsächlicher Körper. Seine wesentliche Ursache ist der unzerstörbare Wind, der das Reittier von dem Geist des ultimativen Beispiels-Klaren-Lichts ist. Sein Aspekt ist ein weiß-farbiger Heruka mit Gattin, zusammen mit dem gesamten Mandala. Der illusorische Körper, den der Praktizierende auf dieser Stufe erreicht, ist der unreine Illusionskörper, weil der Praktizierende die Täuschungen noch nicht aufgegeben hat und er oder sie damit immer noch keine Wesen sind, und weil sein Geist von dem klaren Licht der Glückseligkeit die Leerheit noch nicht direkt realisiert.

Um die Leerheit direkt mit dem sehr subtilen Geist von Spontaner Großer Glückseligkeit zu realisieren, geht der Praktizierende zu der Meditationen der fünften Stufe der Unbegreiflichkeit, über. Hier bezieht sich 'Unbegreiflichkeit' auf Errungenschaften, die nicht von denjenigen erlebt werden können, die keine Höheren Wesen sind. Beispiele von Unbegreiflichkeit sind die Bedeutung von klarem Licht, die Vereinigung der Bedeutung von klarem Licht und dem Illusionskörper des Pfades und die Vereinigung von dem Form- und Wahrheitskörper eines Buddhas. Das Erste ist die Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit, das Zweite ist die Vereinigung, die lernen muss, und die dritte ist die Vereinigung des Nicht-mehr-Lernens. Durch das Üben der Meditationen der fünften Stufe, erreichen Praktizierende diese drei Arten von Vereinigung.

Die tatsächliche Praxis besteht aus zwei Teilen:

1. Sich auf die Gemahlin verlassen
2. Sich in den beiden Konzentrationen betätigen


Sich auf die Gemahlin verlassen

Es gibt hier drei Möglichkeiten, um sich auf die Gemahlin zu verlassen. Die Erste basiert auf dem Verlassen auf die Aktions-Mudra durch das Praktizieren der Freuden mit Ausarbeitungen, in der Weise, wie sich König Indrabodhi auf die Gemahlin verlassen hat. Die Zweite basiert auf dem Verlassen auf die Aktions-Mudra durch das Praktizieren der Freuden ohne Ausarbeitungen, so wie sich Ghantapa auf die Gemahlin verlassen hat. Die Dritte ist das Verlassen auf die Weisheits-Mudra allein, so wie sich Gyalwa auf die Gemahlin verlassen hat. Durch eine dieser drei Methoden vervollständigen Praktizierende der fünften Stufe zunächst die Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit, dann die Vereinigung, die lernen muss, und schließlich die Vereinigung des Nicht-mehr-Lernens.
