Segnen der äußeren Darbringungen

Es gibt hier neun äußere Gaben an die Selbst-Erzeugung: Wasser zum Trinken, Wasser zum Baden der Füße, Wasser für den Mund, Blumen, Weihrauch, Licht, Duft, Essen und Musik. Wir setzen die ersten acht Gaben vor den Altar, beginnend von links. Wie bereits erwähnt, gibt es keine Notwendigkeit, etwas für die Musik-Darbringung aufzustellen, weil dies keine visuelle Form ist. Für die ersten drei Darbringungen und die Parfüm-Darbringung können wir Wasser verwenden, und für den Rest können wir die eigentlichen Substanzen aufstellen.

Um die äußeren Darbringungen zu segnen, beginnen wir mit dem Rezitieren von OM KHANDAROHI HUNG HUNG PHAT und sprenkeln mit dem linken Ringfinger ein wenig von der inneren Darbringung über die Substanzen , während wir visualisieren, wie unzählige zornige Khandarohi-Göttinnen aus der Silbe HUNG am Herzen in alle zehn Richtungen ausgehen. Diese Göttinnen vertreiben die Geister, die versuchen könnten, unsere Praxis von den Darbringungen zu stören. Danach nehmen wir die Göttinnen wieder in unsere Herzen auf.

Jetzt reinigen wir die Substanzen durch das Rezitieren von dem Mantra OM SOHAVA SHUDDHA SARWA DHARMA SOHAVA SHUDDHO HAM, während wir auf ihren Mangel an innewohnender Existenz meditieren.

Nachdem wir gewöhnliche Erscheinungen und gewöhnliche Konzepte der Darbringungen, durch das Auflösen von Ihnen in Leerheit gereinigt haben, schaffen wir jetzt reine Darbringungen. Wir stellen uns vor, dass aus dem Zustand der Leerheit augenblicklich neun KAM-Silben im Raum vor uns erscheinen. Diese Silben, welche die Natur von großer Glückseligkeit und Leerheit haben, verwandeln sich in neun Schädelschalen. In jeder Schädelschale erscheint ein HUNG. Diese Silben, in ihrer Natur untrennbar von Glückseligkeit und Leerheit, wandeln sich in die einzelnen Darbringungen um: Wasser zum Trinken, Wasser zum Baden der Füße, Wasser für den Mund, und so weiter. Jede Darbringung hat drei Attribute:

(1) ihre Natur ist die erhabene Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit,
(2) ihr Aspekt ist derjenige von einer individuellen Darbringungs-Substanz und
(3) ihre Funktion ist, diejenigen, die sie genießen, zu der Erfahrung von besonderer, unberührter Glückseligkeit zu führen.

Über jeder Schädelschale visualisieren wir die drei Buchstaben OM AH HUNG, einer über dem anderen und rezitieren dann das entsprechende Segens-Mantra. Für jedes Segens-Mantra legen wir den Sanskrit-Namen der Darbringung zwischen das OM und AH HUNG. Die Sanskrit-Namen der neun Äußeren Darbringungen sind:

1. ARGHAM, Wasser zum Trinken;
2. PADJAM, Wasser für das Baden der Füße
3. ANTZAMANAM, Wasser für den Mund;
4. VAJRA PÜPE, Blumen;
5. VAJRA DHÜPE, Weihrauch;
6. VAJRA ALOKE, Lichter;
7. VAJRA GÄNDHE, Parfüm;
8. VAJRA NEWIDE, Lebensmittel und
9. VAJRA SHAPTA, Musik

So rezitieren wir zum Beispiel das Segens-Mantra OM AHRGHAM AH HUNG, um den Nektar für das Wasser zum Trinken zu segnen.

Nachdem wir jede Darbringung auf diese Weise verbal gesegnet haben, stellen wir uns vor, dass sich die Silbe HUNG über jeder Schädelschale in die Darbringung auflöst, gefolgt von den Silben AH und OM. Auf diese Weise sind die Darbringungen gesegnet und verwandeln sich in die Natur der Weisheit von der Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit, welche über die drei Attribute verfügt. Während wir das Segens-Mantra rezitieren, können wir die dazu gehörenden Gesten oder Mudras, die jedes Angebot symbolisieren und segnen, durchführen.

Wie wir das Segens-Mantra für die Musik-Darbringung rezitieren, spielen wir die Damaru und Glocke. Wie bereits erwähnt, symbolisiert die Glocke das klare Licht der Weisheit. Wir halten die Glocke in unserer linken Hand und spielen sie auf der Ebene des Herzens, um die Erfahrung von dem klaren Licht zu symbolisieren, das entsteht, nachdem sich die inneren Winde im Zentralkanal am Herzen aufgelöst haben. Um die Weisheit von dem klaren Licht durch die Meditation zu erreichen, müssen wir das innere Feuer entzünden und es verstärken, und dies wird durch das Spielen von dem Damaru symbolisiert. Wir halten den Vajra und die Damaru in unserer rechten Hand. Wir spielen das Damaru an der Höhe des Bauchnabels, weil wir das innere Feuer durch die Konzentration auf unser Nabel-Kanal-Rad entzünden. Wir beginnen mit dem Spielen von dem Damaru und stellen uns vor, dass dies unser inneres Feuer entzündet, und dann begleiten wir dies dadurch, dass wir die Glocke kurz spielen, was die anschließende Erfahrung des klaren Lichts bedeutet. Das Spielen der Instrumente auf diese Weise sät in unserem Geist ein besonderes Potenzial, diese Errungenschaften in der Zukunft zu erreichen.

Die sechs zusätzlichen äußeren Darbringungen sind auch durch ihre Sanskrit-Namen bekannt. Diese sind:

VAJRA ADARSHE, unzerstörbare Form - wir stellen uns vor, dass alle visuellen Formen als Rupavajra-Göttinnen entstehen;
VAJRA WINI, unzerstörbarer Klang - alle Klänge entstehen als Shaptavajra-Göttinnen;
VAJRA GÄNDHE, unzerstörbare Düfte - alle Gerüche entstehen als Gandhavajra-Göttinnen;
VAJRA RASE, unverwüstlicher Geschmack - für jeden Geschmack entstehen Rasavajra-Göttinnen;
VAJRA PARSHE, unzerstörbare Berührungs-Objekte - alle Berührungs-Objekte entstehen als Parshavajra-Göttinnen und
VAJRA DHARME, unzerstörbare Phänomene - alle anderen Phänomene entstehen als Dharmadhatuvajra-Göttinnen.
