Darbringungen und Lobpreisungen zu den selbst-erzeugten Gottheiten von dem Körper-Mandala machen
In dem Wurzel-Tantra von Heruka sagt Vajradhara:
Macht man Darbringungen zu sich selbst
Wird dies eine Darbringung für alle Buddhas.
In der Praxis der drei Bescherungen, haben wir alle Helden und Heldinnen der zehn Richtungen in unseren Geist, in dem Aspekt der Silbe HUNG aufgelöst, die sich dann in uns selbst, Heruka, Vater und Mutter, verwandelt hat. Später, als wir die Weisheits-Wesen aufgenommen haben, lösten sich alle Buddhas in uns selbst, erzeugt als Heruka, auf und wurden untrennbar von uns. Daher ist die Selbst-Erzeugung die Synthese aller Buddhas, und so machen wir, wenn wir Darbringungen an die Selbst-Erzeugung machen, Darbringungen für alle Buddhas.
Die Darbringungen an uns selbst, erzeugt als Gottheit, sind eine besonders kraftvolle Methode, um Verdienste anzusammeln. Wenn wir das Gewahrsein bewahren, dass wir den ganzen Tag Heruka sind, dann wird alles, was wir genießen, wie zum Beispiel Essen und Trinken, zu einer Darbringung an die Gottheit. Dies gibt es nur im Geheimen Mantra, dass wir diese Gelegenheit haben, um auf diese Weise Verdienste zu erzeugen.
Wenn wir versäumen, Darbringungen an die Selbst-Erzeugung zu machen, wird sich die Kraft unserer Praxis von dem Geheimen Mantra verringern. Je Tsongkhapa erklärt, dass eine qualifizierte tantrische Praxis durch vier vollständige Reinheiten gekennzeichnet ist:
- die vollständige Reinheit des Ortes,
- die vollständige Reinheit von dem Körper,
- die vollständige Reinheit der Taten und
- die vollständige Reinheit der Genüsse.
In der Praxis von Heruka, ist die komplette Reinheit des Ortes die Umwandlung unserer Umwelt in Heruka's Mandala; die vollständige Reinheit des Körpers ist die Umwandlung des Körpers in Heruka's Körper, die vollständige Reinheit der Taten ist die Praxis des Gebens von Segen an die Lebewesen und die vollständige Reinheit der Genüsse ist die Betrachtung von jedem Genuss als eine Darbringung an die Selbst-Erzeugung. Wenn wir diese Darbringungen weglassen, wird unsere Praxis keine vollständige vierte Reinheit haben und dadurch ist sie keine vollständig qualifizierte tantrische Praxis. Es wird an der vollen Kraft, der Qualität und dem Nutzen einer Geheimen-Mantra-Praxis fehlen.
Die Praxis, Darbringungen und Lobpreisungen zu den selbst-erzeugten Gottheiten von dem Körper-Mandalas machen, besteht aus fünf Teilen:
- Das Segnen der Darbringungen
- Die Durchführung der äußeren Darbringungen
- Die Durchführung der inneren Darbringung
- Die Durchführung der geheimen und Soheits-Darbringungen
- Die Acht Zeilen des Lobes

Krishnapada
Das Segnen der Darbringungen
Dies besteht aus zwei Teilen:
Das Segnen der inneren Darbringung
Das Segnen der inneren Darbringung besteht aus fünf Teilen:
- Die Vorteile
- Die Basis der inneren Darbringung
- Das visuelle Objekt der inneren Darbringung
- Wie die innere Darbringung gesegnet wird
- Die Bedeutung der inneren Darbringung
Die Vorteile
Die Praxis der Inneren Darbringung ist nur im Höchsten Yoga-Tantra zu finden. Die innere Darbringung kann als eine Darbringung für die heiligen Wesen verwendet werden, für uns selbst wie im Yoga von der Erfahrung von Nektar, oder um äußere oder innere Hindernisse abzuwenden. Segen und Verkostung der inneren Darbringung ist eine Ursache von vielen Ebenen der Vollendungsstufen-Verwirklichung. Durch diese Praxis können wir unsere fünf verunreinigten Aggregate und Elemente reinigen und diese in die fünf Buddha-Familien umwandeln, und wir können die fünf Täuschungen reinigen und diese in die fünf allwissenden Weisheiten umwandeln. Das Machen der inneren Darbringung ist eine Ursache für die Steigerung unserer Lebensspanne, das Ansammeln von Verdiensten und das Erleben von großer Glückseligkeit.
Die Basis der inneren Darbringung
Die innere Darbringung wird so genannt, weil ihre Grundlage eine Sammlung von fünf Sorten Fleisch ist und fünf Nektaren, wovon alles innere Substanzen oder Substanzen, die von den Körpern der Lebewesen stammen, sind. Torma- und Tsog-Darbringungen basieren auf äußeren Substanzen, die nicht im Körper enthalten sind und deshalb werden sie als 'Äußere Darbringungen' bezeichnet. Bei der inneren Darbringung sind die Basis und das visuelle Objekt unterschiedlich, während sie bei der äußeren Darbringung gleich sind.
Das visuelle Objekt der inneren Darbringung
Wir stellen eine Schädelschale, ein Gefäß von ähnlicher Form oder einen kleinen Behälter, der einen Deckel hat, vor uns auf. In diesen Behälter gießen wir schwarzen Tee oder Alkohol, und in diesen geben wir eine Nektar-Pille, die von unserem spirituellen Führer gesegnet worden ist oder die wir von einem Dharma-Praktizierenden von der gleichen Linie, wie wir selbst, erhalten haben. Dies ist das visuelle Objekt. Uns auf dieses konzentrierend, machen wir damit weiter, die innere Darbringung zu segnen.
Wie die innere Darbringung gesegnet wird
Dies besteht aus vier Teilen:
Klärung
Hier bedeutet Klärung das Klären oder Entfernen von Hindernissen, wie schädlichen Geistern, die bei der Segnung von der inneren Darbringung stören könnten. Dies wird durch das Rezitieren von dem Mantra OM KHANDAROHI HUNG HUNG PHAT gemacht. Unter den vielen Gottheiten von dem Heruka-Mandala, ist die zornvolle weibliche Gottheit Khandarohi für die Zerstreuung von Hindernissen und Behinderungen zuständig. Sie ist auch als die 'Göttin der Aktion' bekannt und ihr Mantra wird als 'Aktions-Mantra' bezeichnet. Während wir dieses Mantra rezitieren, stellen wir uns unzählige rote Khandarohi-Göttinnen vor, die aus unserem Herzen hervorgehen. Sie verteilen sich in alle Richtungen und treiben negative Kräfte, die das Segnen der inneren Darbringung blockieren könnten, weg. Dann nehmen wir die Göttinnen wieder in unsere Herzen auf.
Reinigung
In diesem Zusammenhang bedeutet Reinigung das Reinigen unserer gewöhnlichen Erscheinungen und gewöhnlichen Vorstellungen, einschließlich dem Festhalten am Selbst, mit Hilfe von der Meditation. Wir sollten die zehn Substanzen reinigen, bevor wir sie in Nektar umwandeln. Dazu konzentrieren wir uns auf das visuelle Objekt der inneren Darbringung und betrachten, dass dies und alle anderen Phänomene, einschließlich uns selbst, leer von innewohnender Existenz sind. Zur gleichen Zeit rezitieren wir das Mantra OM SOHAVA SHUDDHA SARWA DHARMA SOHAVA SHUDDHO HAM, gefolgt von den Worten: "Alles wird Leerheit". Das Mantra fasst die Meditation über die Leerheit zusammen:
OM bezieht sich auf das visuelle Objekt der inneren Darbringung,
SARWA DHARMA bedeutet 'alle Erscheinungen' und
SOHAVA SHUDDHO bedeutet 'fehlt innewohnende Existenz'.
Das ganze Mantra bedeutet also: "Allen Phänomenen, einschließlich dem visuellen Objekt der inneren Darbringung, fehlt es an innewohnender Existenz".
Nach der Rezitation von "Alles wird Leerheit" meditieren wir kurz über die Leerheit, den Mangel an innewohnender Existenz. Wir stellen uns vor, dass sich alle herkömmlichen Erscheinungen in die Leerheit auflösen, identifizieren diese Leerheit als Mangel von innewohnender Existenz und versuchen dann, unseren Geist mit dieser Leerheit zu vermischen.
Erzeugung
Diese besteht aus zwei Teilen:
Wir visualisieren:
Aus dem Zustand der Leerheit erscheint eine blaue Silbe YAM. Diese ist der Samen von dem Wind-Element und ihre Natur ist die Weisheit von der großen Glückseligkeit und Leerheit. Das YAM verwandelt sich in eine riesiges bogenförmiges Wind-Mandala, das blau ist und flach liegt, mit seiner gebogenen Ecke am weitesten von uns entfernt. An beiden Ecken gibt es eine weiße Fahne. Die Bewegung von dem Banner aktiviert das Wind-Mandala, was den Wind zum wehen bringt.
Oberhalb von dem Wind-Mandala erscheint eine rote Silbe RAM. Diese ist der Samen von dem Feuer-Element und ihre Natur ist die Weisheit der großen Glückseligkeit und Leerheit. Das RAM verwandelt sich in ein dreieckiges Feuer-Mandala, das flach und rot ist. Eine der Ecken weist auf uns, direkt über der geraden Ecke von dem Wind-Mandala, und die beiden anderen Ecken sind über der gebogenen Ecke von dem Wind-Mandala. Dieses rote Dreieck, das etwas kleiner als das Wind-Mandala ist, ist der Kern von dem Feuer-Mandala. Wenn dieser Kern durch den Wind angefacht wird, lodern glühende Flammen auf und bedecken das gesamte Wind-Mandala.
Über dem Feuer-Mandala erscheinen drei AH-Silben in verschiedenen Farben. Die Silbe AH über dem östlichen Punkt, der Punkt, der uns am nächsten ist, ist weiß, die Silbe über dem nördlichsten Punkt, zu unserer Rechten, ist rot und die Silbe über dem südlichen Punkt, zu unserer Linken, ist blau. Diese Buchstaben verwandeln sich in drei große Menschenköpfe, welche die gleichen Farben wie die Buchstaben haben, aus denen sie hervorgegangen sind.
Über der Mitte von den drei Köpfen erscheint eine große weiße AH-Silbe, die Leerheit symbolisiert. Das AH verwandelt sich in eine riesige Schädelschale, außen weiß und innen rot, die auf den Köpfen liegt.
Erzeugen der enthaltenen Substanzen
Um die enthaltenen Substanzen zu erzeugen, sollten wir das Folgende visualisieren:
Innerhalb der Schädelschale erscheinen augenblicklich die zehn Buchstaben OM, KHAM, AM, TRAM, HUNG, LAM, MAM, PAM, TAM und BAM. Allmählich verwandeln sich diese Buchstaben in die fünf Arten Fleisch und die fünf Nektare. Im Osten, der Teil der Schädelschale, der uns am nächsten ist, verwandelt sich die weiße Silbe OM in gelben Kot, der mit einem strahlend weißem OM, der Keim-Silbe von Vairochana, gekennzeichnet ist. Im Norden, unserer Rechten, verwandelt sich die grüne Silbe KHAM in weiße Gehirne, gekennzeichnet von einem strahlend grünen KHAM, der Keim-Silbe von Amoghasiddhi. Im Westen verwandelt sich die rote Silbe AM in weißes Sperma, gekennzeichnet von einem strahlend roten AM, der Keim-Silbe von Amitabha. Im Süden verwandelt sich die gelbe Silbe TRAM in rotes Blut, gekennzeichnet von einem strahlend gelben TRAM, der Keim-Silbe von Ratnasambhava. In der Mitte verwandelt sich die blaue Silbe HUNG in blaues Urin, gekennzeichnet von einem strahlend blauen HUNG, der Keim-Silbe von Akshobya.
Im Süd-Osten verwandelt sich die weiße Silbe LAM in die schwarze Leiche einer Kuh, gekennzeichnet von einem strahlend weißen LAM, die Keim-Silbe von Lochana. Im Süd-Westen verwandelt sich die blaue Silbe MAM in die rote Leiche eines Hundes, gekennzeichnet von einem strahlend blauen MAM, die Keim-Silbe von Mamaki. Im Nord-Westen verwandelt sich die rote Silbe PAM in die weiße Leiche eines Elefanten, gekennzeichnet von einem strahlend roten PAM, die Keim-Silbe von Benzarahi. Im Nord-Osten verwandelt sich die grüne Silbe TAM in die grüne Leiche eines Pferdes, gekennzeichnet von einem strahlend grünen TAM, die Keimsilbe von Tara. In der Mitte verwandelt sich die rote Silbe BAM in eine rote menschliche Leiche, gekennzeichnet von einem strahlend roten BAM, die Keim-Silbe von Vajravarahi.
Alle Leichen liegen auf dem Rücken und sind am Herzen durch ihre jeweiligen Buchstaben gekennzeichnet. Die menschliche Leiche liegt in Urin, mit ihrem Kopf von uns weg zeigend. Alle anderen Leichen liegen mit ihren Köpfen in Richtung der Mitte der Schädelschale zeigend.
Zusammenfassend erscheinen aus dem Inneren der riesigen Schädelschale die zehn Silben - die Keim-Silben der fünf Buddha-Väter und der fünf Buddha-Mütter. Diese zehn Silben wandeln sich in die zehn Inneren Substanzen um, welche die Grundlage der inneren Darbringung bilden.
Diejenigen, die kein Verständnis der Leerheit haben, sollten nicht versuchen, die zehn Substanzen deutlich zu visualisieren, denn sie bekommen vielleicht das Gefühl, dass sie in Wirklichkeit Kot und Urin visualisieren, und anstatt in der Lage sein, dies in Nektar umzuwandeln, fühlen sie sich angewidert!
Umwandlung
Diese besteht aus drei Teilen:
Fehler reinigen
Wir betrachten:
Lichtstrahlen strahlen von der Silbe HUNG in unserem Herzen und berühren die zwei Banner von dem Wind-Mandala, wodurch sie zu flattern beginnen. Dies bewirkt, dass das Wind-Mandala bläst, was wiederum bewirkt, dass das Feuer-Mandala lodert. Die Hitze von dem Feuer-Mandala bewirkt, dass die zehn Keim-Silben, welche die Substanzen kennzeichnen, von selbst kochen. Sie alle verschmelzen zu einer heißen, orangen Flüssigkeit. Wie sich dann die Silben mit den zehn Substanzen vermischen, werden die unangenehmen Farben, Geschmäcker und Gerüche von den Substanzen gereinigt.
Umwandlung in Nektar
Wir betrachten:
Oberhalb der orangen Flüssigkeit erscheint eine weiße Silbe HUNG, welche die Natur von Heruka's Geist, die Weisheit der unteilbaren großen Glückseligkeit und Leerheit, ist. Das HUNG verwandelt sich in einen weißen, auf den Kopf gestellten Khatanga. Die Substanz von dem Khatanga ist weißes Bodhichitta und seine Natur ist Heruka's Geist.
Durch die Hitze der kochenden Flüssigkeit unterhalb beginnt der weiße Khatanga zu schmelzen und tropft in die Schädelschale, schmilzt wie Butter, wenn sie in die Nähe von Dampf gehalten wird. Der schmelzende weiße Khatanga wirbelt dreimal gegen den Uhrzeigersinn in der Schädelschale herum und vermischt sich dann vollständig mit der Flüssigkeit. Die Flüssigkeit wird kühl und süß, und nimmt die Farbe von Quecksilber an. Durch die Vermischung mit dem Khatanga verwandelt sich die Flüssigkeit in Nektar, der drei Qualitäten besitzt: Medizin-Nektar, der alle Krankheiten verhindert, Lebens-Nektar, der den Tod zerstört, Weisheits-Nektar, der alle Täuschungen ausrottet.
Während wir uns vorstellen, dass sich die Flüssigkeit in den Nektar mit den drei Qualitäten umwandelt, brauchen wir eine sehr feste und starke Konzentration.
Vermehrung
Direkt über dem Nektar, visualisieren wir eine Reihe von Sanskrit-Vokalen und -Konsonanten, die weiß in der Farbe sind. In der Mitte ist der erste Vokal, die Silbe OM. Ausgehend von der rechten Seite von dem OM und sich von rechts nach links fortsetzend, sind die restlichen Vokale in der folgenden Reihenfolge:
A AH I IH U UH RI RIH LI LIH E AI O AU AM AH
Beginnend auf der linken Seite von dem OM und sich von links nach rechts fortsetzend sind die Konsonanten in der folgenden Reihenfolge:
KA KHA GA GHA NGA
CHA CHA JA JHA NYA
DA THA TA DHA NA
DrA THrA TrA DHrA NA
BA PHA PA BHA MA
YA RA LA WA SHA KA SA HA KSCHA
Oberhalb dieser Reihe von weißen Buchstaben ist eine ähnliche Reihe von roten Buchstaben, und darüber ist eine Reihe von blauen Buchstaben. Die Buchstaben jeder Reihe sind die gleichen und unterscheiden sich nur in den Farben. Alle drei Reihen von Buchstaben sind aus strahlendem Licht gemacht.
Wir stellen uns vor, dass die Reihen der weißen Vokale und Konsonanten sich nach und nach von beiden Enden zur Mitte hin auflösen und sich in ein weißes OM verwandeln. In der gleichen Weise verwandelt sich die Reihe der roten Buchstaben in ein rotes AH und die Reihe der blauen Buchstaben verwandelt sich in ein blaues HUNG. Jetzt gibt es eine weiße Silbe OM, eine rote Silbe AH und eine blaue Silbe HUNG über dem Nektar, eine über der anderen.
Diese drei Buchstaben strahlen brillante Lichtstrahlen zu den Buddha-Ländern der zehn Richtungen aus, nehmen die Freuden aller Buddhas, Helden und Yoginis auf und bringen alle ihre Weisheits-Nektare und Freuden zurück in die drei Silben. Das blaue HUNG dreht sich um, steigt herab und löst sich in den Nektar auf, in gleicher Weise folgen auch das rote AH und das weiße OM. Die drei Silben mischen sich mit dem Nektar, wodurch er unerschöpflich wird. Zur Stabilisierung der Umwandlung von dem Nektar rezitieren wir dreimal OM AH HUNG.
Wir betätigen uns in diesen Praktiken der inneren Darbringung, während wir die entsprechenden Wörter aus der Sadhana rezitieren. Zum Abschluss des Segnens sollten wir die starke Überzeugung entwickeln, dass es vor uns einen speziellen Weisheits-Nektar gibt, der die drei Qualitäten besitzt. Dieser Nektar kann nun entweder für eigene Zwecke oder zum Wohle anderer eingesetzt werden.

Tilopa
Die Bedeutung der inneren Darbringung
Wenn fortgeschrittene Meditierende ihre innere Darbringung segnen, visualisieren sie die verschiedenen Stufen als äußerliche Umwandlung, aber gleichzeitig engagieren sie sich innerlich in Praktiken der Vollendungs-Stufe, welche den Stufen des Segens entsprechen. Die Symbolik der inneren Darbringung kennend, nutzen sie den Prozess, diese zu segnen, um ihre Praxis der Vollendungs-Stufe erheblich zu verbessern.
Das Wind-Mandala symbolisiert die nach unten entleerenden Winde, die sich unterhalb des Bauchnabels befinden. Das dreieckige Feuer-Mandala symbolisiert das innere Feuer oder Tummo am Nabel. Die drei menschlichen Köpfe symbolisieren den Geist der weißen Erscheinung, der Roten Vermehrung und der Schwarzen Nah-Erlangung - das fünfte, sechste und siebte vom acht Zeichen, die auftreten, wenn sich die Winde in dem Zentral-Kanal aufgelöst haben. Die Schädelschale symbolisiert den Geist von dem klaren Licht, das achte Zeichen. Die Schädelschale ist außen weiß und innen rot, was jeweils Leerheit und große Glückseligkeit symbolisiert. Die Schädelschale selbst symbolisiert die untrennbare Vereinigung von Glückseligkeit und Leerheit. Die fünf Nektare in der Schädelschale symbolisieren die fünf verunreinigten Aggregate und die fünf Sorten Fleisch symbolisieren die fünf Elemente - Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum - sowie die fünf hauptsächlichen Täuschungen: Verwirrung, Geiz, Anhaftung, Eifersucht und Festhalten am Selbst. Die verunreinigten Aggregate und Elemente sind die grundlegende Basis, welche während der Praxis der Vollendungs-Stufe gereinigt werden. Ihre Erzeugung innerhalb der Schädelschale von der Glückseligkeit und Leerheit symbolisiert ihre Reinigung und Umwandlung.
In der Regel symbolisiert Fleisch das Fleisch von den vier Maras, die von Tantra-Praktizierenden mit der Waffe ihrer Weisheit getötet werden. Jede der fünf Sorten Fleisch hat auch eine besondere Bedeutung. Kühe sind sehr begriffsstutzig und dumm, deshalb symbolisiert das Fleisch der Kuh Verwirrung. Hundefleisch symbolisiert Geiz, weil Hunde sehr besitzergreifend und geizig sind. Obwohl ein Hund in der Regel den Besitz seines Besitzers nicht genießen kann, wird er diesen dennoch eifrig schützen und jeden angreifen, der ihn bedroht. Elefanten-Fleisch symbolisiert Anhaftung. Pferdefleisch symbolisiert Eifersucht, weil Pferde sehr wettbewerbsfähig sind. Wenn sie zusammen laufen und ein Pferd sich nach vorne bewegt, jagen ihm die anderen eifersüchtig nach. Menschenfleisch symbolisiert Festhalten an einem Selbst, weil die meisten Menschen ein aufgeblasenes Gefühl von der eigenen Bedeutung haben. Diese Wahnvorstellungen müssen gereinigt werden, da sie die Hauptursache für die Entwicklung von sowohl verschmutzten Aggregaten als auch verschmutzten Elementen sind.
Das Flattern der Banner auf dem Wind-Mandala symbolisiert das Aufsteigen der nach unten entleerenden Winde. Das lodernde Feuer symbolisiert das lodernde innere Feuer. Durch das Lodern von dem inneren Feuer, sammeln sich die Winde und lösen sich innerhalb des Zentral-Kanals auf, wobei sie die drei Zeichen, symbolisiert von den drei menschlichen Köpfen auf dem Feuer-Mandala, herbeiführen. Wenn sich die Wind-Energien vollständig innerhalb von dem Zentral-Kanal aufgelöst haben, entsteht der Geist des klaren Lichts. Dies wird durch die Schädelschale auf der Oberseite von den drei Köpfen symbolisiert. Durch die Meditation über das klare Licht werden die fünf verunreinigten Aggregate gereinigt und verwandeln sich in die fünf Buddha-Väter, und die fünf verunreinigten Elemente werden gereinigt und verwandeln sich in die fünf Buddha-Mütter. Dies wird durch die Umwandlung der zehn Substanzen in Weisheits-Nektar symbolisiert.
Zusammenfassend stellt das Segnen der Inneren Darbringung die Grundlage dar, die gereinigt werden soll, den Pfad, der reinigt und die Ergebnisse der Reinigung - die Basis, der Pfad und das Ergebnis von der Praxis der Vollendungs-Stufe. Wenn wir das verstanden haben und unser Verständnis mit der Praxis der Segnung von der Inneren Darbringung kombinieren, werden wir beginnen, die eigentliche Bedeutung dieser tiefgründigen Praxis zu schätzen. Marpa Lotsawa sagte, dass die Verkostung von dem Nektar seiner inneren Darbringung stärker war, als das Empfangen von hundert Einweihungen von anderen Lamas. Dies mag eine prahlerische Erklärung sein, aber wenn wir die besonderen Qualitäten der Inneren Darbringung tiefgründig verstehen, werden wir die tiefe Wahrheit von Marpas Worten realisieren.
Wenn wir unsere innere Darbringung segnen, sind die Grundlage der Darbringung die zehn Inneren Substanzen, aber das visuelle Objekt der Darbringung ist eine Nektar-Pille, aufgelöst in Alkohol oder Tee. Wenn wir Torma- und Tsog-Darbringungen segnen, sind das visuelle Objekt der Darbringungen und die Grundlage für die Darbringungen die Gleichen, beide haben den Aspekt von dem Nektar für das Essen. Abgesehen von diesen Unterschieden sind die vier Stufen von Klärung, Reinigung, Erzeugung und Umwandlung das Gleiche, wenn man die Innere Darbringung, die Tsog-Darbringung und die Torma-Darbringung segnet.
