Prfende Meditation auf die subtilen Teile unseres Krpers, die Kanle und Tropfen, erzeugt als die Gottheiten

Wir erinnern uns im Detail wie folgt:

Zur gleichen Zeit wie wir die groben Teile unseres Krpers als Herukas Mandala erzeugten, erzeugten wir die subtilen Teile unseres Krpers als die zweiundsechzig Gottheiten von dem Krper-Mandala. Dadurch sind die Untersttzung von dem Mandala und die untersttzten Gottheiten von dem Krper-Mandala gleichzeitig entstanden, vollstndig und alle auf einmal.

Wir stellten uns das weie Bodhichitta in der Mitte unseres Herz-Kanal-Rades als einen Tropfen in der Gre eines Senfkorns vor, wovon der Aspekt von der Silbe HUNG ausging, die sich dann in den Erhabenen Glorreichen Heruka, mit vier Gesichtern, zwlf Armen, und so weiter, verwandelte. An unserem Bauchnabel ging das rote Tummo-Feuer in der Form eines roten Tropfens aus, dem Aspekt der Silbe BAM, die sich dann in die Erhabene Mutter Vajravarahi umgewandelt hat. Als die Natur der roten und weien Tropfen, trafen sich Heruka und Vajrayogini in der Mitte des himmlischen Palastes und traten in die Umarmung ein.

Die vier Bltenbltter von dem Herz-Kanal-Rad in den vier Himmelsrichtungen, welche die Pfade fr die Winde der vier Elemente sind, erschienen in dem Aspekt der Buchstaben LAM, MAM, PAM und TAM im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten. Diese verwandelten sich gegen den Uhrzeigersinn, beginnend im Osten (vor uns), in die dunkelblaue Dakini; im Norden (links von uns) in die grne Lama; im Westen (hinter uns) in die rote Khandarohi und im Sden (zu unserer Rechten) in die gelbe Rupini. Diese hatten jeweils ein Gesicht mit drei Augen und entblten Zhne und waren nackt mit frei herabfallenden Haaren. Sie hatten jeweils zwei Hnde, die rechte hielt ein gebogenes Messer und die linke eine Schdelschale, mit einem Khatanga in der Beuge ihres linken Ellenbogens gehalten. Sie standen mit ihrem rechten Bein ausgestreckt und waren mit fnf Mudras geschmckt. Sie trugen eine Krone aus fnf menschlichen Schdeln und eine lange Kette aus fnfzig menschlichen Schdeln. Die vier Bltenbltter von dem Herz-Kanal Rad erschienen in den Zwischenrichtungen unter dem Aspekt von vier Schdelschalen, randvoll mit fnf Nektaren.

Die vier Yoginis in den vier Himmelsrichtungen werden manchmal als die 'Gttinnen der vier Elemente' bezeichnet, weil sie von den Pfaden fr die Winde der vier Elemente erscheinen. Die visualisierten Schdelschalen in den Zwischenrichtungen symbolisieren die Gttinnen der vier Darbringungen: Rupavajra-Gttinnen, Gandhavajra-Gttinnen, Rasavajra-Gttinnen und Parshavajra-Gttinnen. Diese Opfergttinnen in der Form von vier Schdelschalen, randvoll mit fnf Nektaren, entstanden aus den vier Zwischenkanal-Bltenblttern des Herz-Kanal-Rades. Diese Kanle werden als die 'Vier Kanal-Bltenbltter der Darbringungen' bezeichnet, weil sie die Pfade fr die Winde mit den vier Substanzen sind: Form, Geruch, Geschmack und Berhrung. Wie wir die Pfade fr die Winde der vier Elemente und die Pfade fr die Winde der vier Darbringungs-Substanzen durch die Meditation und Rezitation von dem Heruka-Krper-Mandala reinigen, reinigen wir auch die inneren Winde, die durch diese Pfade flieen - diese Winde untersttzen unsere vier Elemente und vier umgewandelten Elemente von Form, Geruch, Geschmack und Berhrung. Als Folge erleben wir alle Phnomene, wie unsere Umwelt, unsere Freuden und unseren Krper und Geist als rein.

Die zentrale Gottheit Heruka, Vater und Mutter, und die vier Yoginis in den vier Himmelsrichtungen sind als die 'Gottheiten des groen Glcks-Rades' bekannt. Um sie herum sind die Gottheiten des Herz-Rades, des Rede-Rades, des Krper-Rades und des Verpflichtungs-Rades.

Wir betrachteten wie folgt:

Die vierundzwanzig Orte unseres Krpers waren: der Haaransatz, die Krone, das rechte Ohr, die Rckseite des Halses, das linke Ohr, der Punkt zwischen den Augenbrauen, die beiden Augen, die beiden Schultern, die beiden Achselhhlen, die beiden Brste, der Nabel, die Nasen-Spitze, der Mund, die Kehle, das Herz, die beiden Hoden, die Spitze des Geschlechtsorgans, der After, die beiden Schenkel, die beiden Waden, die acht Finger und acht Zehen, die Oberseiten der Fe, die zwei Daumen und die zwei groen Zehen und die beiden Knie. Diese wurden gleichzeitig in die jeweiligen Buchstaben umgewandelt

PU DZA OO AH GO RA DE MA / KA OH TRI KO KALA KA HI / TRE GRI SOO SU NASI MA KU

und diese wurden in die vierundzwanzig Orte von Heruka, in die Form von vierundzwanzig Bltenblatt-frmigen Speichen der drei Rder, umgewandelt.

Diese waren im Osten Puliramalaya, im Norden Dzalandhara, im Westen Odiyana, im Sden Arbuta, im Sdosten Godawari, im Sdwesten Rameshori, im Nordwesten Dewikoti und im Nordosten Malawa. Dieses waren die acht Pltze von den Gottheiten des Herz-Rades.

Um diese herum waren im Osten Kamarupa, im Norden Ote, im Westen Trishakune, im Sden Kosala, im Sdosten Kalinga, im Sdwesten Lampaka, im Nordwesten Kancha und im Nordosten Himalaya. Dieses waren die acht Pltze von den Gottheiten des Rede-Rades.

Um diese herum waren im Osten Pretapuri, im Norden Grihadewata, im Westen Shauraktra, im Sden Suwanadvipa, im Sdosten Nagara, im Sdwesten Sindhura, im Nordwesten Mar, und im Nordosten Kuluta. Dieses waren die acht Pltze der Gottheiten des Krper-Rades.

Wir sollten davon berzeugt sein, dass die gereinigten vierundzwanzig Orte des eigenen Krpers als die vierundzwanzig heiligen Orte von Heruka erscheinen werden. Die Kanle der vierundzwanzig Orte unseres Krpers, jeweils unter dem Aspekt eines Buchstabens BAM, verwandeln sich in die vierundzwanzig Heldinnen, und die Tropfen innerhalb der vierundzwanzig Kanle, jeweils unter dem Aspekt der Silbe HUNG, verwandeln sich in die vierundzwanzig Helden.

Wir betrachteten wie folgt:

Deshalb wurde am Herz-Rad, auf der stlichen Speiche, Puliramalaya, die Natur von meinem Haaransatz, zu Khandakapala und Partzandi. Auf der nrdlichen Speiche wurde Dzalandhara, die Natur von dem Ort meiner Krone, zu Mahakankala und Tzandriakiya. Auf der westlichen Speiche wurde Odiyana, die Natur von dem Ort meines rechten Ohres, zu Kankala und Parbhawatiya. Auf der sdlichen Speiche wurde Arbuta, die Natur von der Rckseite meines Nackens, zu Vikatadamshtri und Mahanasa. Auf der sdstlichen Speiche wurde Godawari, die Natur von dem Ort meines linken Ohres, zu Suraberi und Biramatiya. Auf der sdwestlichen Speiche wurde Rameshori, die Natur von der Stelle des Punktes zwischen den Augenbrauen, zu Amitabha und Karwariya. Auf der nordwestlichen Speiche wurde Dewikoti, die Natur von dem Ort meiner beiden Augen, zu Vajraprabha und Lamkeshoriya. Auf der nordstlichen Speiche wurde Malawa, die Natur von dem Ort meiner beiden Schultern, zu Vajradeha und Drumatzaya. Alle Gottheiten des Herz-Rades hatten blau gefrbte Krper und wurden als die 'Helden und Heldinnen der Vajra-Geist-Familie' bezeichnet.

In dem Rede-Rad, auf der stlichen Speiche, wurde Kamarupa, die Natur der Orte von meinen beiden Achselhhlen, zu Ankuraka und Airawatiya. Auf der nrdlichen Speiche wurde Ote, die Natur von den Orten meiner beiden Brste, zu Vajrajatila und Mahabhairawi. Auf der westlichen Speiche wurde Trishakune, die Natur von dem Ort meines Nabels, zu Mahavira und Bayubega. Auf der sdlichen Speiche wurde Kosala, die Natur von der Stelle meiner Nasen-Spitze, zu Vajrahumkara und Surabhakiya. Auf der sdstlichen Speiche wurde Kalinga, die Natur des Ortes von meinem Mund, zu Subhadra und Shamadewi. Auf der sdwestlichen Speiche wurde Lampaka, die Natur von dem Ort meiner Kehle, zu Vajrabhadra und Suwatre. Auf der nordwestlichen Speiche wurde Kancha, die Natur von dem Ort meines Herzens, zu Mahabhairawa und Hayakarna. Auf der nordstlichen Speiche wurde Himalaya, die Natur von dem Ort meiner beiden Hoden, zu Virupaksha und Khaganana. Alle Gottheiten des Rede-Rades hatten rote Krper und wurden als die 'Helden und Heldinnen der Vajra-Rede-Familie' bezeichnet.

In dem Krper-Rad auf der stlichen Speiche, wurde Pretapuri, die Natur der Stelle auf der Spitze meines Geschlechtsorgans, zu Mahabala und Tzatrabega. Auf der nrdlichen Speiche wurde Grihadewata, die Natur von dem Ort von meinem Anus, zu Ratnavajra und Khandarohi. Auf der westlichen Speiche wurde Shauraktra, die Natur von den Orten meiner beiden Oberschenkel, zu Hayagriva und Shaundini. Auf der sdlichen Speiche wurde Suwanadvipa, die Natur von den Orten meiner beiden Waden, zu Akashagarbha und Tzatrawarmini. Auf der sdstlichen Speiche wurde Nagara, die Natur von den Orten meiner acht Finger und acht Zehen, zu Shri Heruka und Subira. Auf der sdwestlichen Speiche wurde Sindhura, die Natur von den Orten der Spitzen meiner Fe, zu Pamanarteshvara und Mahabala. Auf der nordwestlichen Speiche wurde Maru, die Natur von den Orten meiner beiden Daumen und den groen Zehen, zu Vairochana und Tzatrawartini. Auf der nordstlichen Speiche wurde Kuluta, die Natur von den Orten meiner beiden Knie, zu Vajrasattva und Mahabire. Alle Gottheiten des Krper-Rades hatten weie Krper und wurden als die 'Helden und Heldinnen der Vajra-Krper-Familie' bezeichnet.

Alle diese Helden und Heldinnen hatten ein Gesicht, zwei Hnde und drei Augen, und ihre Kpfe waren mit einer Krone aus fnf menschlichen Schdeln geschmckt. Die Helden hielten einen Vajra und eine Glocke und umarmten ihre Gefhrtin. Ihr Haar wurde in einem Knoten gebunden, verziert mit einem Vajra und einem Halbmond. Sie hatten einen Rosenkranz aus Vajras auf der Stirn und waren mit sechs Mudras geschmckt. Sie trugen eine lange Kette aus fnfzig menschlichen Kpfen und mit einem unteren Kleidungsstck aus einem Tigerfell, standen sie mit ihrem rechten Bein ausgestreckt. Die Heldinnen hielten ein gekrmmtes Messer und eine Schdelschale, und waren mit den Helden in einer Umarmung verschlungen. Sie trugen ein Untergewand, gemacht aus Schdel-Fragmenten, und eine Halskette aus fnfzig menschlichen Schdeln und waren mit fnf Mudras geschmckt.

Die acht Tore der Sinne waren: die Wurzel der Zunge, der Nabel, das Geschlechtsorgan, der Anus, der Punkt zwischen den Augenbrauen, die beiden Ohren, die beiden Augen und die beiden Nasenlcher.

Die Kanle der acht Tore, jeweils unter dem Aspekt einer HUNG-Silbe, wurden in die acht Heldinnen von dem Verpflichtungs-Rad umgewandelt. Wir visualisierten diese Gttinnen rund um die Gottheiten des Krper-Rades. Im Osten war die dunkelblaue Kakase, im Norden die grne Ulukase, im Westen die rote Shonase, im Sden die gelbe Shukarase, im Sd-Osten Yamadhati, die auf der rechten Seite blau und auf der linken Seite gelb war; im Sd-Westen Yamaduti, die auf der rechten Seite gelb und auf der linken Seite rot war; im Nord-Westen Yamadangtrini, die auf der rechten Seit rot und auf der linken Seite grn war und im Nord-Osten Yamamatani, die auf der rechten Seite grn und auf der linken Seite blau war. Diese Heldinnen hatten ein Gesicht und zwei Hnde, die ein gekrmmtes Messer und eine Schdelschale hielten und in der Beuge ihres linken Ellenbogens befand sich ein Khatanga. Sie waren mit fnf Mudras geschmckt und standen, mit ihrem rechten Bein ausgestreckt, auf einem Leichen-Sitz. Sie trugen eine Krone aus fnf menschlichen Schdeln und eine lange Kette aus fnfzig menschlichen Schdeln.

Wir sollten davon berzeugt sein, dass die Kanle gereinigt sind und die Tropfen von unserem eigenen Krper als die zweiundsechzig Gottheiten von Herukas Mandala erscheinen. Zusammenfassend sind um den Rand des Mandalas die acht groen Leichenfelder, innerhalb davon ist der Schutz-Kreis, darin ist der himmlische Palast, die Natur der groben Teile unseres gereinigten Krpers und innerhalb von diesem sind die Gottheiten der fnf Rder, die Natur der subtilen Teile unseres gereinigten Krpers. Durch das stndige Meditieren auf das untersttzende Mandala und die untersttzenden Gottheiten auf das in dieser Weise erzeugte Heruka-Krper-Mandala, werden unsere Kanle und Tropfen nach und nach von den Helden und Heldinnen gesegnet. Deshalb flieen alle Winde durch die Kanle der acht Tore, nach innen sammelnd, gefolgt von den Winden, die durch die Kanle der vierundzwanzig Orte flieen. Schlielich sammeln sich alle unsere inneren Winde in dem Zentral-Kanal und lsen sich in den weien und roten unzerstrbaren Tropfen in unserem Herzen auf, wodurch wir spontane groe Glckseligkeit und Leerheit erfahren.

Obwohl diese Meditation zur Erzeugungs-Stufe gehrt, ist ihre Funktion dennoch hnlich der von der Vollendungs-Stufe der Meditation. Dies ist eine seltene Qualitt von der Erzeugungs-Stufe von dem Heruka-Krper-Mandala. Ein tibetischer Heruka-Praktizierender schrieb einmal:

In dem Illusions-artigen heiligen Tempel unseres Krpers,
Verweilt die Versammlung von Helden und Heldinnen, die unsere Kanle und Tropfen sind.
Diese sind die hchsten Objekte fr unsere Verdienste,
Also, mein Freund, sammle bitte Verdienste durch Darbringungen zu ihnen an.

Dieser Vers lehrt, dass, wann immer Praktizierende von dem Heruka-Krper-Mandala schne Formen sehen, schne Klnge hren, angenehme Gerche wahrnehmen, kstliche Speisen oder Getrnke schmecken, und sanfte Berhrungs-Objekte erfahren, sie dadurch groe Verdienste ansammeln knnen, dass sie diese fnf Objekte der Begierde der Versammlung von Helden und Heldinnen darbringen, die im heiligen Tempel ihres Krpers wohnen - der himmlische Palast von dem Krper-Mandala, erzeugt durch die richtige Vorstellung.

Wenn wir darauf meditieren, die Wiedergeburt in den Pfad von dem Ausstrahlungs-Krper zu bringen, wie oben beschrieben, generieren wir das uere Mandala und meditieren darauf. Da dieses Mandala relativ einfach zu verstehen ist, wird es als 'Grobes Mandala' bezeichnet. Da das Krper-Mandala tiefgrndiger und schwerer zu verstehen ist, wird es als das 'Subtile Mandala' bezeichnet. Es wird auch das 'Innere Mandala' genannt. Tatschlich ist der himmlische Palast von dem Krper-Mandala die Natur des inneren Krpers und deshalb ist es das innere Mandala. Sein uerer Aspekt ist der himmlische Palast und so ist er aus dieser Sicht auch das uere Mandala. Eine detaillierte Erklrung, wie die Meditation auf das Krper-Mandala zu ben ist, wird nachfolgend gegeben.
