Das Guru-Yoga

Das Guru-Yoga wird in zwei wesentlichen Bereichen dargestellt:

1. Eine allgemeine Erklrung
2. Die tatschliche Praxis von dem Guru-Yoga


Eine allgemeine Erklrung

Das Guru-Yoga ist eine besondere Art, auf unseren spirituellen Fhrer zu Vertrauen. 'Guru' bezieht sich auf jeden spirituellen Fhrer, der uns unmissverstndliche Anweisungen gibt, wie auf dem spirituellen Pfad zu beginnen ist, wie man voranschreitet und wie man ihn vervollstndigt, und der uns ein gutes Beispiel gibt, dem wir folgen knnen. Hier zeigt der Begriff 'Yoga' eine besondere Art von Vertrauen auf unseren spirituellen Fhrer, die eine kraftvolle Methode zum Sammeln von Verdienst und den Erhalt von Segnungen aller Buddhas ist.

Momentan knnen wir, da unser Geist durch Unwissenheit und negatives Karma blockiert und unrein ist, reine Wesen, wie Buddhas, nicht direkt wahrnehmen. Wir sehen nur unreine Wesen, die, wie wir selbst, Probleme wie Krankheit, Alter und Tod erfahren. Jedoch knnen wir durch das ben von Guru-Yoga durch unseren spirituellen Fhrer mit all den erleuchteten Wesen kommunizieren; durch ihn oder sie akzeptieren sie unsere Darbringungen, unseren Respekt und unsere Hingabe und schenken uns ihren kraftvollen Segen, ihren Schutz und ihre Pflege. In den Lamrim-Lehren heit es:

Immer, wenn sich ein Schler auf seinen spirituellen Fhrer verlsst,
Ohne alle erleuchteten Wesen einzuladen
Tritt er in den Krper von dem spirituellen Fhrer ein und verweilt darin,
Nimmt Darbringungen an und schenkt Segen.

Mahasiddha Ghantapa erreichte den Zustand der Vereinigung von Buddha Heruka beispielsweise durch den Erhalt der Segnungen von allen Buddhas durch seine spirituelle Fhrerin, eine Frau, die eine Emanation von Vajrayogini war. Alle Linien-Gurus von den Anweisungen von Herukas Krper-Mandala, von Ghantapa bis zu Kyabje Trijang Dorjechang Losang Yeshe, erlangten die Erleuchtung durch die Segnungen aller Buddhas durch ihren spirituellen Fhrer.

In diesen unreinen Zeiten ist es nur durch den Erhalt der Segnungen von erleuchteten Wesen mglich, dass wir den geistigen Frieden, der die Wurzel unseres tglichen Glcks ist, aufrechterhalten knnen. Allein aus diesem Grund, knnen wir deutlich sehen, dass die Praxis der Berufung auf den spirituellen Fhrer uerst wichtig ist.

Whrend der Meditations-Sitzung visualisieren Praktizierende von dem Krper-Mandala Heruka's ihren Wurzel-Guru in dem Aspekt von Herukas und laden alle Buddhas in dem Aspekt von Heruka ein, um sich in seinen Krper aufzulsen. Mit der starken Anerkennung, dass ihr Guru die Synthese aller Buddhas ist, machen sie Niederwerfungen, Darbringungen und Anfragen und erhalten seinen Segen. Sie integrieren dann diese besondere Art und Weise der Berufung auf den spirituellen Fhrer in ihr tgliches Leben mit der Erinnerung, dass er eine Manifestation von Buddha Heruka ist und engagieren sich in Aktionen zu ihm, wie Niederwerfungen, Darbringungen, Anfragen fr Segen, und insbesondere ben sie aufrichtig seine Lehren ber den Lamrim und das Hchste Yoga-Tantra.

Fr solche Praktizierende ist das Guru-Yoga der tatschliche schnelle Weg zur Erleuchtung, weil immer dann, wenn sie sich in Handlungen engagieren, um ihren spirituellen Fhrer zu begeistern, wird der Verdienst, den sie geschaffen haben, durch die Anzahl der erleuchteten Wesen multipliziert. Da es unendlich viele erleuchtete Wesen gibt, ist auch die Tugend einer Handlung, gemacht, um ihren spirituellen Fhrer zu erfreuen, unendlich. Aus diesem Grund kann man durch einen Moment von Guru-Yoga so viel Verdienst ansammeln, wie ber viele onen durch andere Praktiken angesammelt wird. Darber hinaus kann die Erlangung der Buddhaschaft, die durch das Abschlieen von anderen Praktiken onen dauern kann, durch die Praxis von dem Guru-Yoga in einem Leben erreicht werden. Dies wurde durch Dromtonpa, der Lieblings-Schler von Atisha und durch Khdrubje, der Lieblings-Schler von Je Tsongkhapa, demonstriert.

Geshe Potowa sagte:

Ob unser spiritueller Fhrer kostbar ist oder nicht
Hngt von uns und nicht von unserem spirituellen Fhrer ab.

Wenn wir unseren spirituellen Fhrer als einen Buddha sehen, werden wir die Segnungen eines Buddhas empfangen, wenn wir ihn oder sie als einen Bodhisattva sehen, werden wir die Segnungen eines Bodhisattvas erhalten, und wenn wir ihn oder sie als gewhnliches Wesen sehen, werden wir nichts erhalten. Dies zu Wissen ist sehr hilfreich, denn so lange wie unser Geist unrein bleibt, ist es unmglich, irgendjemand, auch unseren spirituellen Fhrer nicht, direkt als einen echten Buddha wahrzunehmen. Unsere Aufgabe im Moment ist es daher, unsere Vorstellungskraft und die vielen guten Grnde, erklrt in Freudvoller Weg des Glcks, zu nutzen, um die Erkenntnis zu trainieren, dass unser spiritueller Fhrer ein lebender Buddha ist. Durch das kontinuierliche Training dieser Erkenntnis, wird sich unser Glauben erhhen und unser Geist wird reiner und reiner, bis wir schlielich unseren spirituellen Fhrer direkt als einen echten Buddha wahrnehmen werden. Ghantapa sah seine spirituelle Fhrerin als Buddha Vajrayogini; Dromtonpa sah seinen spirituellen Fhrer, Atisha, als Buddha Amitabha und Khadrubje sah seinen spirituellen Fhrer, Je Tsongkhapa, als Weisheits-Buddha Manjushri.
