Da die Praxis sich manchmal auch anders entwickeln kann, wie man erwartet, möchte ich Euch hiermit nochmals darauf hinweisen, dass wenn Ihr hier etwas aufgreift und praktiziert, Ihr dies auf Eure eigene Verantwortung hin macht. Empfehlenswert ist es hierbei, einen Lama aufzusuchen, der Euch dann passende Anleitungen gibt. Was Ihr hier auf jeden Fall könnt, ist, dass Ihr Euch die Bücher, die hier zu finden sind, mal anschauen könnt.
Erwähnenswert ist auch, dass ich das ganze hier in eigener Regie übersetzt habe. Es kann in ein paar Fällen sein, dass ein Wort falsch übersetzt wurde. Legt also bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Bei allem, was hier zu finden ist, bekommt Ihr allerdings ein umfangreiches Wissen mitgeteilt, wodurch Ihr gut über den jeweiligen Themenbereich Bescheid wisst, so dass Ihr irgendwann selbst erkennen könnt, was richtig ist.
Das Wesen von dem Vajrayana
ISBN 0 948006 47 1 - Gebunden (englische Ausgabe)
ISBN 0 948006 48 X - Taschenbuch (englische Ausgabe)
Auch von Geshe Kelsang Gyatso erschienen:
Sinnvoll zu Sehen
Das Klare Licht der Glückseligkeit
Buddhismus in der tibetischen Tradition
Das Herz der Weisheit
Universelles Mitgefühl
Das Handbuch der Meditation
Der Freudvolle Weg des Glücks
Der Führer ins Dakiniland
Das Bodhisattva-Gelübde
Herz-Juwel
Die Große Schatzkammer der Verdienste
Einführung in den Buddhismus
Den Geist verstehen
Tantrische Ebenen und Pfade
Ein Ozean von Nektar
Sinnvoll Leben, Freudvoll Sterben
Acht Schritte zum Glück
Verwandle Dein Leben
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Die aus dem Verkauf dieses Buches erhaltenen NKT-International Temples Project Ein buddhistische Spenden-Portal Gebäude für den Weltfrieden UK email: kadampa@dircon.co.uk US email: info@kadampacenter.org |

Heruka, Vater und Mutter

Das Mandala von Buddha Heruka


in dem buddhistischen Tempel der Kadampa bei dem buddhistischen Zentrum
von Manjushri Mahayana in England
Inhaltsverzeichnis
TEIL EINS: Die Erzeugung-Stufe
Vorbereitende Erklärung
Ausbildung in den Grundlegenden Praktiken
Das Guru-Yoga
Die drei Körper in den Pfad bringen
Prüfende Meditation über das Mandala und den Grundlegenden Heruka
Erzeugen von dem Mandala und den Gottheiten von dem Körper-Mandala
Die tatsächliche Meditation der Erzeugungs-Stufe
Die Abschließenden
Praktiken
TEIL ZWEI: Die Vollendungs-Stufe
Vorbereitende Erklärung
Die fünf Stufen der Vollendungs-Stufe
Widmung
Anhang I - Die zusammengefasste Bedeutung des Kommentars
Vajra-Helden-Yoga
Die Essenz von dem Vajrayana
Zusammengefasste Essenz des Vajrayana
Versammlung des Glücks
Vorbereitendes Juwel - Der Heruka-Rückzug
Heruka-Körper-Mandala - Feuer-Darbringung
Vereinigung des Nicht-mehr-Lernens
Anhang III - Diagramme und Illustrationen
Tabelle der Gottheiten
Keimsilben
Ritual-Gegenstände
Glossar
Bibliographie
Studienprogramme
Danksagung
Dieses Buch, 'Das Wesen von dem Vajrayana', ist eine vollständige und verbindliche Erklärung der Höchsten Yoga-Tantra-Praxis von dem Heruka Körper-Mandala, eine kraftvolle Methode für das Erreichen der vollen Erleuchtung in diesem Leben.
Der Autor, der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche, arbeitete unermüdlich für mehrere Jahre, um diesen tiefgreifenden Text vorzubereiten. Dies brachte ihm unschätzbare Vorteile für seine eigene große Gelehrsamkeit und seine meditative Erfahrung. Aus den Tiefen unserer Herzen danken wir ihm für seine unvorstellbare Geduld und Freundlichkeit, die er uns diesem kostbaren Kommentar, der zum ersten Mal die Geheimnisse dieser erhabenen Praxis für die westlichen Praktizierenden eröffnet, gegeben hat.
Wir danken auch all den engagierten Senior Dharma Studenten, die den Autor bei der Wiedergabe von dem Englischen unterstützt haben und das fertige Manuskript für die Veröffentlichung vorbereitet haben.
Roy Tyson
Verwaltungsdirektor
Manjushri Mahayana Buddhist Centre
Juni 1997
Vorwort
Das Hauptthema dieses Buches, 'Das Wesen von dem Vajrayana', ist die Ausbildung in den Stufen des Pfades von dem Höchsten Yoga-Tantra. Das Gewinnen von authentischen Erkenntnissen über die ungewöhnlichen Pfade von dem buddhistischen Tantra hängt von der Ausbildung in den Allgemeinen Pfaden von Buddhas Sutra-Lehren, wie den einundzwanzig Meditationen über die Stufen des Pfades, ab. Diese werden in 'Der Freudvolle Weg des Glücks' und 'Das neue Handbuch der Meditation' erläutert.
Um damit zu beginnen, müssen wir verstehen, was Meditation ist und wie wichtig Meditation sowohl für das Erreichen von temporären Glück in diesem und zukünftigen Leben ist als auch das entscheidende Glück der Befreiung und der vollen Erleuchtung ist. Meditation ist ein geistiges Gewahrsein, das sich auf ein tugendhaftes Objekt konzentriert. Sie ist unbedingtes geistiges Gewahrsein und kein Sinnes-Gewahrsein. Das Sinnes-Gewahrsein eines Buddhas ist tugendhaft, während das Sinnes-Gewahrsein der fühlenden Wesen immer neutral ist. Obwohl unsere körperlichen Aktionen, abhängig von unserer Motivation, zum Beispiel tugendhaft oder nicht tugendhaft sein können ist unser Körper-Gewahrsein selbst immer neutral. Auf die gleiche Weise können die Aktionen unseres Augen-Gewahrseins tugendhaft oder nicht tugendhaft sein, aber unser Augen-Gewahrsein selbst ist immer neutral. Daher ist für Meditation ein tugendhafter Geist notwendig, während unser Sinnes-Gewahrsein unbedingt neutral ist. Daraus folgt, dass wir nicht mit unserem Sinnes-Gewahrsein meditieren.
Ein weiterer Grund, warum wir nicht mit unserem Sinnes-Gewahrsein meditieren, ist, dass für uns das direkte Objekt der Meditation das erzeugte Bild eines Objektes ist und unsere Sinnes-Gewahrsein erzeugte Bilder nicht wahrnehmen kann. Darüber hinaus, obwohl Augen-, Ohren-, Nasen-, Zungen und Körper-Gewahrsein sich auf Formen, Geräusche, Gerüche, Geschmack und Tast-Objekte konzentrieren können, können sie sich an diese nicht erinnern. Weil Meditation das Erinnern oder das Halten der Achtsamkeit beinhaltet, ist das Objekt für eine längere Zeit die einzige Art von Gewahrsein, über die wir mit dem geistigen Gewahrsein meditieren können.
Meditation ist eine geistige Handlung oder geistiges Karma, das bewirkt, dass wir geistigen Frieden erleben. Am Anfang ist es egal, ob unsere Meditation erfolgreich ist oder nicht, denn nur durch die Erzeugung einer guten Motivation und den Versuch zu meditieren schaffen wir die Ursache für die zukünftige geistige Ruhe. Als Menschen brauchen wir bestimmte Grundbedingungen wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Geld, aber ob diese Dinge uns Glück bringen, hängt von unserem geistigen Frieden ab. Wenn unser Geist nicht in Frieden ist sind wir nicht glücklich, selbst bei den besten äußeren Bedingungen.
Meditation ist die Quelle von allem geistigen Frieden und Glück. Es ist wahr, dass Menschen, die nicht meditieren, und sogar Tiere, gelegentlich Ruhe zu erleben, aber dies ist nur aufgrund von tugendhaftem psychischen Karma, das sie in früheren Leben durch Meditation geschaffen haben. Durch Übung in der Meditation können wir eine endgültige Auflösung der Täuschungen erreichen und dadurch die dauerhafte innere Ruhe von der Befreiung oder dem Nirwana erleben. Wir müssen die Befreiung erreichen, weil so lange, wie wir in Samsara gefangen sind, nimmt der Teufelskreis von unkontrolliertem Tod und Wiedergeburt kein Ende, wir werden niemals echten Frieden und Glück finden.
Wir können den endgültigen Frieden der Erleuchtung durch die Ausbildung in der Meditationen, wie in diesem Buch erklärt, erreichen. Wir müssen die Erleuchtung erlangen, so dass wir allen lebenden Wesen nutzen können. Derzeit ist unser Geist wird durch die innere Dunkelheit der Unwissenheit, die uns am Sehen der wahren Natur aller Phänomene behindert, verdeckt, aber durch die Übung in Weisheit und Mitgefühl können wir diese innere Dunkelheit vollständig entfernen. Sobald wir das getan haben, werden unser feinstofflicher Körper, unsere Rede und unser Geist inneres Licht, die Natur der allwissenden Weisheit. Dies ist Erleuchtung oder Buddhaschaft. Nachdem alle Dunkelheit aus unserem Geist entfernt ist, werden wir ein Buddha und können alle Phänomene der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft direkt und gleichzeitig sehen. Wir sind dann in der Lage, allen Lebewesen, ohne Ausnahme, durch das Schenken von Segen, von dem ausgeht, was sie brauchen und sie entlang der spirituelle Pfade führt, zu nutzen.
Um uns selbst darin zu ermutigen, in den Stufen des Pfades zur Erleuchtung zu üben, sollten wir uns immer an die drei besondere Eigenschaften unseres menschlichen Lebens erinnern: seine Freiheit und Begabung, seine Seltenheit und seine große Bedeutung. Aufgrund der Einschränkungen von Körper und Geist, haben diejenigen, die eine Wiedergeburt als Tiere genommen haben, zum Beispiel keine Möglichkeit den Pfad zur Befreiung zu verstehen oder zu praktizieren. Nur Menschen sind frei von solchen Hindernisse und verfügen über alle notwendigen Voraussetzungen, als 'Ausstattungen' bekannt, sich in spirituellen Pfaden, die zum ewigen Glück führen, zu engagieren. Diese Freiheit und Ausstattung ist die erste Besonderheit, die unser menschliches Leben so kostbar macht.
Die zweite Besonderheit unseres menschlichen Lebens ist seine Seltenheit. Obwohl es viele Menschen in dieser Welt gibt, hat jeder von uns nur ein Leben. Eine Person kann viele Autos und Häuser besitzen, aber selbst der reichste Mensch der Welt kann nicht mehr als ein Leben besitzen, und, wenn sich dies dem Ende zuneigt, kann er oder sie kein anderes Leben kaufen, leihen oder anfertigen. Wenn wir dieses Leben verlieren, wird es sehr schwierig sein, ein anderes ähnlich qualifiziertes Leben in der Zukunft zu finden. Unser menschliches Leben ist daher sehr selten.
Die dritte Besonderheit unseres menschlichen Lebens ist seine große Bedeutung. Wenn wir unser menschliches Leben verwenden, um spirituelle Realisationen zu erreichen, ist unser Leben ungemein sinnvoll. Wenn wir es auf diese Weise verwenden, verwirklichen wir unser volles Potenzial und schreiten aus dem Zustand eines gewöhnlichen, getäuschten Daseins zu dem eines vollständig erleuchteten Wesen, dem höchsten aller Wesen, voran und wenn wir dies getan haben, werden wir die Macht haben, allen Lebewesen ohne Ausnahme zu nutzen. Dadurch, wenn wir unser menschliches Lebens für die spirituelle Entwicklung verwenden, können wir alle unsere menschlichen Probleme lösen und alle unsere eigenen und fremde Wünsche erfüllen. Was könnte sinnvoller sein als das?
Durch die Betrachtung dieser drei Eigenschaften kommen wir zu der Bestimmung:
Ich werde mein menschliches Leben nicht verschwenden, weil es so kostbar, so selten, und so sinnvoll ist. Stattdessen werde ich es in der nützlichsten Weise verwenden.
Wir halten diese Bestimmung als unser Meditations-Objekt und betrachten es so lange wie möglich in einsgerichteter Weise, ohne dies zu vergessen.
Mit der Entwicklung dieser tiefen Sehnsucht unser Leben sinnvoll zu gestalten, fragen wir uns dann selbst: "Was ist der essentielle Sinn des menschlichen Lebens?" Die Suche nach guten äußeren Bedingungen kann nicht seine wesentliche Bedeutung sein, denn auch Tiere können dies tun. Viele Tiere sind sehr geschickt bei der Suche nach Nahrung, dem Schutz ihrer Familien, dem Zerstören ihre Feinde und so weiter, diese Fähigkeiten sind nicht ausschließlich nur menschlich. Allerdings haben nur Menschen die Möglichkeit, die Erleuchtung zum Wohle aller Lebewesen zu erreichen. Das ist der eigentliche Sinn unseres menschlichen Lebens. Mit diesem Verständnis können wir die volle Bedeutung unseres menschlichen Lebens durch den Empfang der Ermächtigung und dem Kommentar zum Heruka-Körper-Mandala extrahieren und dann die Anweisungen in die Praxis umsetzen.
In der Regel ist der Vajrayana der tatsächliche schnelle Weg zur Erleuchtung, aber ob wir die Erleuchtung schnell durch die Vajrayana-Praxis erreichen, hängt von unserem Glauben, unserer Motivation und unserem Verständnis ab. Insbesondere hängt der Gewinn von Realisationen in dem Heruka-Körper-Mandala – das Wesen von dem Vajrayana – von unserem starken Glauben an die Anweisungen und von einer klaren Vorstellung ihrer Bedeutungen ab. Dann sollten wir diese Anweisungen mit einer reinen Motivation, frei von egoistischen Absichten, aufrichtig und ständig üben, bis wir unser Endziel erreicht haben.
Geshe Kelsang Gyatso
Dallas, Texas
März 1997
TEIL EINS
Die Erzeugungs-Stufe

Heruka Vater und Mutter
Vorbereitende Erklärung
Der Kommentar zu der Höchsten Yoga-Tantra-Praxis von dem Heruka-Körper-Mandala wird unter drei Überschriften dargestellt:
- Die vorbereitende Erklärung
- Die Erklärung der Praxis
- Die Widmung
DIE VORBEREITENDE ERKLÄRUNG
Diese besteht aus fünf Teilen:
DIE HERAUSRAGENDEN QUALITÄTEN VON HERUKA
Das Sanskrit-Wort 'Heruka' ist aus den drei Silben 'He', 'ru' und 'ka' zusammengesetzt. 'He' lehrt die Leerheit der Phänomene im Allgemeinen und 'ru' die Leerheit der Personen im Detail; zusammen offenbaren diese die Leerheit aller Phänomene. 'Ka' bezieht sich auf die Vereinigung von Heruka's Geist der großen Glückseligkeit mit der Leerheit aller Phänomene. Diese Vereinigung ist Heruka's Wahrheitskörper. Ein Ich oder Selbst, diesem Wahrheitskörper zugerechnet, ist der definitive Heruka, die wahre Natur von Buddha Heruka. Dies kann nur durch Buddhas gesehen werden.
Ein anderer Begriff für Heruka ist 'Chakrasamvara' (Chakrasambara). 'Chakra' bedeutet 'Rad' und in diesem Zusammenhang bezieht es sich auf das 'Rad' aller Phänomene. 'Samvara' bedeutet die höchste Glückseligkeit, die sogenannte 'spontane große Glückseligkeit'. Gemeinsam zeigen 'Chakra' und 'Samvara', dass wir durch das Üben von dem Heruka-Tantra eine tiefgreifende Realisation gewinnen: das Erfahren aller Phänomene als eine Natur mit unserem Geist der großen Glückseligkeit. Diese Erkenntnis entfernt die subtilen dualistischen Erscheinungen direkt aus unserem Geist und aufgrund dessen werden wir schnell zum definitiven Heruka.
Um vom Glück begünstigte Schüler innerhalb von einem Leben zu dem Zustand von Buddha Heruka zu führen, manifestiert Buddha Vajradhara sein Mitgefühl in Form von dem Auswertenden Heruka, der einen blauen Körper, vier Gesichter und zwölf Arme hat, und seine Gefährtin, Vajravarahi, umarmt. Das Erreichen des Zustands vpm Buddha Heruka hängt, durch den Gewinn der Erkenntnisse der vier Tore der Befreiung, von dem Verzicht auf die zwölf abhängig bezogenen Glieder von Samsara ab und es hängt insbesondere von der Realisierung der Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit ab. Dies wird jeweils durch Herukas zwölf Arme, seine vier Gesichter, und seine umarmende Vajravarahi symbolisiert.
Es ist möglich, dass diejenigen, die den tiefen Sinn der Lehren von Buddhas Vajrayana nicht verstehen können, sich bei dem zornvollen Aspekt von Heruka unangenehm fühlen. Solche Praktizierenden müssen verstehen, dass alle Phänomene, durch das Fehlen einer innewohnenden Existenz, gleich sind. In der letztendlichen Wahrheit, der Leerheit, gibt es keine zornvollen oder friedlichen Aspekte, da alle Phänomene von einer Natur sind. Daher haben diejenigen, welche die tiefe Kenntnis der ultimativen Wahrheit besitzen, keine Grundlage für die Entwicklung von unangenehmen Gefühlen bei der Wahrnehmung von unattraktiven Objekten, weil sie erkennen, dass es letztlich keine wahrhaft existierenden unattraktive oder attraktive Objekte gibt.
Obwohl Herukas lange Kette von menschlichen Köpfen zum Beispiel real zu sein scheint, ist diese in Wirklichkeit eine Manifestation von Heruka's allwissender Weisheit. Die verschiedenen Funktionen von Heruka's Körper sind nur Manifestationen seiner allwissenden Weisheit und existieren nicht außerhalb seines Geistes. Doch für vertrauensvolle Praktizierende, ist die Visualisierung von dem zornvollen Aspekt Heruka's eine kraftvolle Methode, um schnell seinen Segen und Schutz zu empfangen. Aus diesem Grund, aber auch, um in einer sichtbaren Weise darzustellen, wie man entlang des gesamten Pfades von Sutra und Tantra voranschreitet, strahlt Buddha Vajradhara die zornvolle Gottheit Heruka aus.
Buddha Vajradhara, Buddha Shakyamuni und Buddha Heruka sind dieselbe Person, die sich nur in dem Aspekt unterscheidet. Als Buddha das Rad des Dharma's von dem Sutra drehte, erschien er in der Form von einer ordinierten Person; als er das Rad des Dharma's von dem Tantra im Allgemeinen drehte, erschien er in der Form von Vajradhara und als er das Rad des Dharma's von dem außergewöhnlichen Heruka-Tantra drehte, erschien er in der Form von Heruka.
Heruka ist Buddhas Geist von dem Mitgefühl, manifestiert als Form. Nur Buddhas haben die Möglichkeit, ihren Geist als Form zu zeigen. Wir Lebewesen sind nicht in der Lage, dies zu tun, weil unser Geist und Körper von unterschiedlicher Natur sind, aber der Geist und Körper eines Buddhas sind von der gleichen Natur und so geht ihr Körper immer dort, wo auch ihr Geist geht. Wir nehmen immer eine Lücke zwischen unserem Geist und seinem Objekt wahr. Dies ist eine falsche Wahrnehmung oder fehlerhafte Erscheinung. Nachdem sie diese falsche Wahrnehmung völlig aufgegeben haben, haben Buddhas die Möglichkeit, ihren Geist als Form zu zeigen, wie als die Formen von Lebewesen und unbelebten Objekten. Aus diesem Grund ist es so, dass Buddha's Emanationen das ganze Universum durchdringen.
Buddhas Geist der allwissenden Weisheit hat siebenunddreißig Teile, bekannt als seine 'siebenunddreißig Realisationen. förderlich für die Erleuchtung'. Diese siebenunddreißig Realisationen erscheinen in der Form der siebenunddreißig Gottheiten von dem Heruka-Mandala. Wir sagen normalerweise, dass es zweiundsechzig Gottheiten in Heruka's Mandala gibt, aber wenn wir jede Vereinigung von Vater und Mutter als eine Gottheit zählen, gibt es siebenunddreißig Gottheiten. Die siebenunddreißig Realisationen, förderlich für die Erleuchtung von Bodhisattvas, sind ursächliche Pfade und die siebenunddreißig Realisationen von Buddhas sind resultierende Pfade. Eine allgemeine Erklärung dieser siebenunddreißig Realisationen kann in 'Ein Ozean von Nektar' gefunden werden.
DIE HERKUNFT VON DIESER ANLEITUNG
Diese Anweisungen wurden ursprünglich durch Buddha, auf Antrag von Vajrapani und Vajravarahi, gelehrt. Buddha lehrte drei Wurzeln und fünf erläuternde Tantras von Heruka. Die drei Wurzel-Tantras sind: das umfangreiche Wurzel-Tantra, das dreihunderttausend Strophen hat; das mittlere Wurzel-Tantra, das hunderttausend Strophen hat, und das zusammengefasste Wurzel-Tantra, das einundfünfzig Kapitel hat. Von diesen wurde nur das letztere aus dem Sanskrit ins Tibetische übersetzt. Die fünf erläuternden Tantras, die Kommentare zum verkürzten Wurzel-Tantra sind, sind: das Vajradaka-Tantra, das Abhicharya-Tantra, das Mukha-Tantra, das Sarwacharya-Tantra und das Kleine Samvara-Tantra.
Später schrieben die großen indischen buddhistischen Meister, wie Luyipa, Ghantapa und Krishnapada, Kommentare zu diesen Wurzel- und erläuternden Tantras, wie dies auch viele spätere tibetische Meister taten. Insbesondere Je Tsongkhapa schrieb einen sehr gesegneten und berühmten Kommentar zu dem Wurzel-Tantra von Heruka, bekannt als 'Klare Beleuchtung aller verborgenen Bedeutungen' und einen Kommentar zu der Heruka-Sadhana mit dem Titel 'Do jo', was 'Wunscherfüllend' bedeutet. Später schrieben auch andere Lamas, einschließlich Je Phabongkhapa, spezielle Kommentare, basierend auf den bisherigen indischen und tibetischen Kommentaren. Dieser Kommentar, 'Das Wesen von dem Vajrayana', wurde vor allem für zeitgenössische Praktizierende geschrieben. Er basiert auf den Anleitungen von Je Tsongkhapa und meiner Art von Wurzel-Guru, Tridschang Dorjechang.
Traditionell gibt es drei Systeme zur Durchführung der Anweisungen von dem Heruka-Tantra: das System gemäß Luyipa, das System gemäß Krishnapada und das System nach Ghantapa. Ghantapas System hat zwei Anweisungen: die Anweisung zu dem äußeren Mandala der fünf Gottheiten von Heruka und die Anweisungen zu dem inneren Mandala mit den zweiundsechzig Gottheiten von dem Heruka-Körper-Mandala. Dieser Kommentar, 'Das Wesen von dem Vajrayana', basiert auf dem Letzteren. Die Linie dieser Anleitung ist völlig ungebrochen.
DIE VORTEILE DES ÜBENS DIESER ANLEITUNGEN
Das kondensierte Wurzel-Tantra lobt die besonderen Qualitäten der Heruka-Praktizierenden. Es sagt, dass alle Helden und Heldinnen mit Wohnsitz in den vierundzwanzig Orten, wie Puliramalaya und Dzalandhara in die Körper der loyalen Praktizierenden eintreten, ihre Kanäle, Tropfen, und die Winde segnen, und verursachen, dass sie Erkenntnisse der spontanen großen Glückseligkeit gewinnen, dem tatsächlichen schnellen Weg zur Erleuchtung. Da diese Helden und Heldinnen Emanationen von Heruka und Vajravarahi sind, haben ihre Körper die gleiche Natur wie ihr Geist und er kann hingehen, wo ihr Geist hingeht, unbehindert von physischen Objekten. So können unzählige Helden und Heldinnen tatsächlich in den Körper der aufrichtigen Praktizierenden eintreten und ihre Kanäle, Tropfen und Winde segnen. Tatsächlich bleibt Heruka selbst immer im Herzen der aufrichtigen Praktizierenden und verleiht ihnen große Kräfte von Körper, Rede und Geist.
In dem kondensierten Wurzel-Tantra heißt es, dass wir nur durch das Sehen eines aufrichtigen Heruka-Praktizierenden unsere Negativität reinigen und Befreiung erlangen, nur durch das Hören oder das Berühren von einem solchen Praktizierenden erhalten wir Segen und werden von Krankheit geheilt, und nur weil wir in der Gegenwart eines solchen Praktizierenden sind, werden unser Unglück, psychische Störungen, Wahnvorstellungen und andere Hindernisse vertrieben. Warum ist das so? Es ist, weil die tatsächlichen Gottheiten von Heruka im Körper des Praktizierenden bleiben und deshalb ist das Sehen von dem Praktizierenden nicht so verschieden, wie wenn man Heruka selbst sieht. In Tibet gibt es viele Redewendungen über den Effekt, den lediglich ein spezieller Lama sieht, oder wie das Tragen von einer Segens-Schnur von solch einem Lama die Befreiung verursacht. Je Phabongkhapa sagte: "Ich weiß nicht, ob diese Worte wahr sind, aber das Sehen oder das Berühren eines Heruka-Praktizierenden ist eine wirkliche Ursache der Befreiung".
Weil die Zeit spirituell mehr degeneriert, ist es schwieriger, den Segen der anderen tantrischen Gottheiten, wie Yamantaka oder Guhyasamaja, zu empfangen und weil die Zahl der Gurus in der Linie ansteigt, dauert es länger, Errungenschaften zu erhalten. Das Gegenteil ist jedoch bei Heruka der Fall. Trijang Rinpoche sagt in seinem rituellen Gebet von Heruka:
Während die Zeiten immer unreiner werden,
Wachsen deine Kraft und dein Segen immer mehr an,
Und du sorgst schnell für uns, so schnell wie gedacht;
Oh Chakrasamvara, Vater und Mutter, zu Euch
Verbeuge ich mich.
Während die Zeiten immer unreiner werden, wird Herukas Segen immer mächtiger und wir empfangen ihn leichter, und je größer die Zahl der Gurus in der Linie wird, desto schneller erreichen wir Errungenschaften. Warum ist das so? Als Buddha die anderen Tantras, wie das Guhyasamaja- oder Yamantaka-Tantra offenbart hat, strahlte er die Gottheiten und ihre Mandalas aus und nahm sie dann wieder auf, nachdem er die Belehrung gegeben hat, aber als er das Heruka-Tantra lehrte hat er das Mandala nicht wieder aufgenommen. Es gibt hier vierundzwanzig besondere Orte, wie Puliramalaya und Dzalandhara, wo die Mandalas von Heruka verbleiben. Praktizierende mit reinem Karma sind in der Lage, diese Mandalas und Gottheiten zu sehen. Die Menschen dieser Welt haben daher eine sehr enge Verbindung mit Heruka und wenn wir die Anweisungen rein üben, können wir einfach und schnell gute Ergebnisse erhalten.
Heruka-Praktizierende können das Reine Land von Keajra erreichen, das reine Dakiniland, ohne auf ihren gegenwärtigen Körper zu verzichten. Auch wenn wir sehr alt sind, sobald wir dieses Reine Land erreichen verwandelt sich unser Körper in das Alter von sechzehn Jahren. In Keajra können diese Praktizierenden Ermächtigungen und Belehrungen direkt von Heruka und Vajrayogini empfangen und, während sie mit den Helden und Heldinnen leben und die fünf Objekte der Begierde genießen, können sie leicht Buddhaschaft erlangen. Wenn sie aus Mitgefühl gewöhnlichen Welten besuchen wollen, können sie dies, durch die Kraft der Ausstrahlung, zu jeder Zeit tun.
In anderen Reinen Ländern ist es nicht möglich, Höchstes Yoga-Tantra zu praktizieren und deshalb ist es nicht möglich, die Buddhaschaft schnell zu erreichen. In der Regel brauchen wir sechs Elemente, um das Höchste Yoga-Tantra zu praktizieren: Fleisch, Haut, Menstruations-Blut, Knochen, Knochenmark und den Samen des Vaters. Bodhisattvas in anderen Reinen Ländern, wie Sukhavati, besitzen diese Elemente nicht und deshalb beten sie, als Menschen wiedergeboren werden, so dass sie das Höchste Yoga-Tantra praktizieren können. In Heruka's Reinem Land können Praktizierende diese sechs Elemente jedoch besitzen. Viele Praktizierende haben das Reine Land von Heruka, Keajra, erreicht, ohne auf ihre menschlichen Körper zu verzichten, und deshalb haben sie eine großartige Gelegenheit, ihre Höchste Yoga-Tantra-Praxis fortzusetzen.
Aus praktischer Sicht sind alle wesentlichen Praktiken von Guhyasamaja und Yamantaka innerhalb dieser Belehrung von Heruka's Körper-Mandala enthalten und so brauchen wir Guhyasamaja und Yamantaka nicht getrennt von der Heruka-Praxis üben. Wir sollten die Praktiken von allen anderen Gottheiten in der Praxis von Heruka, Vater und Mutter, integrieren und auf diese Weise werden wir in unserer Praxis von dem Höchsten Yoga-Tantra vorankommen. Wir sollten uns an Atisha's Rat für den tibetischen Übersetzer Rinchen Sangpo, der in 'Führer ins Dakini Land' erklärt wird, erinnern.
Wenn wir den Nutzen betrachten, sollten wir uns sehr glücklich fühlen, auf diese wertvollen Anweisungen von Heruka getroffen zu sein und wir sollten einen echten Wunsch entwickeln, sie rein zu praktizieren.
Beispiele von früheren Praktizierenden, die durch diese Anleitung Erlangungen erreicht haben
Durch die Betrachtung dieser Beispiele von früheren Praktizierenden, wird unser Vertrauen in die Anweisungen von Heruka stark erhöht werden. Wenn wir die Biographien der vierundachtzig Mahasiddhas aus dem alten Indien studieren, werden wir sehen, dass die meisten von ihnen durch die Berufung auf Heruka als ihre persönliche Gottheit die Erleuchtung erlangt haben. Es folgen nun kurze Lebensgeschichten einiger Heruka-Praktizierenden, die Errungenschaften durch die Berufung auf diese Anweisungen erlangt haben.
SARAHA
Saraha war einer der ersten Mahasiddhas und wurde von späteren Mahasiddhas sehr bewundert. Indem er sich auf Heruka verlassen hat und die Stufen von Heruka's Pfad praktiziert hat, erreichte er, ohne Verzicht auf seinen menschlichen Körper, das Reine Land von Keajra.
NAGARJUNA
Nagarjuna war einer von Saraha's Schülern, der die Erleuchtung in einem Leben erreicht hat, indem er sich auf Heruka verließ. Vierhundert Jahre nachdem Buddha gestorben war, wurde in einer wohlhabenden Brahmanen-Familie, die in einem Gebiet von Süd-Indien lebte, bekannt als Bedarwa oder das 'Land der Palmen', ein Sohn geboren. Ein Brahmanen-Seher hat vorausgesagt, dass das Kind nur für sieben Tage zu leben hatte, aber dass seine Lebensdauer durch weitere sieben Tage verlängert werden könnte, wenn für hundert normale Menschen Geschenke gemacht werden, um sieben Monate verlängert, wenn Darbringungen zu hundert Brahmanen gemacht werden, oder sieben Jahre, wenn Darbringungen zu hundert ordinierten Sangha-Mitgliedern gemacht werden. Allerdings wusste der Seher keine Methode, um sein Leben darüber hinaus zu verlängern. Dementsprechend machten seine Eltern Darbringungen zu hundert ordinierten Sangha-Mitgliedern und als Ergebnis waren sie in der Lage, mit ihrem Sohn glücklich für sieben Jahre zu leben.
Als sich jedoch der achte Geburtstag des Kindes näherte, schickten sie ihn mit mehreren ihrer Diener auf eine Pilgerfahrt, denn sie konnten es nicht ertragen, seinen Tod zu bezeugen. Geführt von einer Manifestation von Avalokiteshvara machte sich die Gruppe auf den Weg zu dem Kloster Nalanda, wo sie auf den großen Lehrer Saraha trafen. Sie erklärten Saraha die Notlage von dem Jungen und er sagte ihnen, dass das Kind einen frühen Tod durch den Aufenthalt in Nalanda und der Ordination als Mönch abwenden könnte. Er gab dem Kind eine Ermächtigung in die Langlebenspraxis von Buddha Amitayus und ermutigte ihn, dieses Yoga intensiv zu üben. Am Vorabend von seinem achten Geburtstag rezitierte das Kind das Mantra von Amitayus ohne Unterbrechung und wendete dadurch, als Folge, einen frühen Tod ab. Am folgenden Tag ordinierte er als Mönch und erhielt den Namen 'Shrimanta'. Er blieb in Nalanda, wo er, unter dem Schutz von Manjushri, in der Lage war, alle Sutras und Tantras zu studieren. Er wurde bald ein vollendeter Gelehrter und Lehrer und sein Ruf verbreitete sich weit. Schließlich wurde er als Abt von Nalanda ernannt.
Nagarjuna's Leben bestand aus drei großen Epochen von verheißungsvollen Taten, die Buddhas drei Drehungen von dem Rad des Dharma's entsprachen, weshalb er oft 'der zweite Buddha' genannt wurde. Die erste Periode war während seiner Amtszeit als Abt von Nalanda. Leider ist seit der Zeit, als Buddha die ersten Gelübde gab, die moralische Disziplin der Mönche degeneriert und Nagarjuna war sehr aktiv bei der Wiederherstellung der Reinheit der Disziplin. Er stellte viele Punkte der moralischen Disziplin klar und komponierte eine Reihe von Werken über reines Verhalten. Zu diesen Schriften, bekannt als 'die Sammlung von Ratschlägen', gehören Werke wie Kostbare Girlande, Freundliche Silbe, Baum der Weisheit, Hundert Weisheitenund Tropfen für das Heilen von Wesen. Diese Aktivitäten werden mit Buddhas erstem Drehen von dem Rad des Dharma's verglichen.
Nagarjuna ist jedoch für die Werke von der zweiten Periode sehr gut in Erinnerung. Nicht lange nachdem Buddha gestorben war, waren die Sutras von der Vollkommenheit der Weisheit, die wichtigsten Mahayana-Lehren, aus dieser Welt verschwunden. Es wird gesagt, dass dies geschah, weil einige Nagas, die diese Lehren von Buddha erhalten hatten, die Schriften von der Vollkommenheit der Weisheit in ihre eigene Welt zur Aufbewahrung mitnahmen. Es blieben nur wenige Praktizierende übrig, die diese Lehren verstehen konnten und die meisten von ihnen hielten ihre Praxis geheim. Die einzigen Lehren von Buddha, die weit verbreitet blieben, waren die Hinayana-Lehren und als Folge sind viele Menschen davon ausgegangen, dass dies die einzige Lehre war, die Buddha gegeben hatte. Einige Zeit später, luden die Nagas Nagarjuna ein, sie zu besuchen und gaben ihm die Schriften von der Vollkommenheit der Weisheit. Nagarjuna brachte die heiligen Schriften in die Menschenwelt und verbreitete sie weit. Wegen seiner besonderen Beziehung zu den Nagas und weil er viele Nagas mit Hilfe von speziellen rituellen Gebete von Krankheiten heilte, wurde Nagarjuna der Name 'Beschützer der Nagas' gegeben. 'Arjuna" wurde zu seinem Namen hinzugefügt, weil er die Mahayana-Lehren mit hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit verbreitete, so wie der legendäre Bogenschütze Arjuna Pfeile von seinem Bogen geschossen hatte. Daher wurde er schließlich als der 'Beschützer Nagarjuna' bekannt.
Weil er einen sehr klaren Verstand und große Weisheit hatte, war Nagarjuna in der Lage, die Sutras von der Vollkommenheit der Weisheit perfekt zu verstehen und sie für andere zu erklären. Durch seine umfangreichen Lehren, stiftete er eine große Wiederbelebung der Mahayana-Lehren in dieser Welt. Er präsentierte ein System der Begründung, das, weil es einen einwandfreien Verlauf zwischen den beiden Extremen der Existenz und der Nicht-Existenz lenkte, als 'Philosophie des Mittleren Weges' oder 'Madhyamaka' bekannt wurde. Nagarjuna komponierte viele Kommentare zu den Sutras von der Vollkommenheit der Weisheit, welche die Madhyamaka-Sicht erläuterten. Diese Abhandlungen, die als 'die Sammlung von Argumentationen' bekannt sind, sind die berühmte Grundlegende Weisheit des Mittleren Weges und seinen vier Gliedern - Sechzig Argumentationen, Siebzig Leerheiten, Fein Verwobenund Widerlegung von Einwänden. Er schrieb auch ein Kompendium der Sutras, Fünf Etappen der Vollendungs-Stufe von Guhyasamaja, und viele andere Kommentare zu den Sutras und Tantras. Diese Aktivitäten werden mit Buddhas zweitem Drehen von dem Rad des Dharma's verglichen.
Nagarjuna's dritte Periode der verheißungsvollen Taten fand gegen Ende seines Lebens statt. Handelnd auf einen Rat von Tara, kehrte er nach Süd-Indien zurück und wohnte an einem Ort namens 'Prächtiger Berg', wo er weitere umfangreiche Lehren zu den Sutras und Tantras gab und viele weitere Texte komponierte. Zu diesen Schriften, bekannt als die 'Sammlung von Lobpreisungen', gehören Werke wie die Lobpreisung von dem Dharmadhatu, die Lobpreisung von dem Weltlichen, die Lobpreisung von dem Unvorstellbarenund die Lobpreisung von dem Letztendlichen. Diese Aktivitäten sind mit Buddhas drittem Drehen von dem Rad des Dharma's verbunden.
Es ist nicht möglich in einer solchen kurzen Darstellung auch zu beginnen, Nagarjuna's Leben und Werke zu beurteilen. Sein ganzes Leben widmete er sich ganz der Wiederbelebung von dem Mahayana-Dharma und der Erhaltung der Mahayana-Sangha. Zu diesem Zweck gab er zahlreiche Lehren, verfasste viele Bücher, und führte unzählige andere tugendhafte Taten aus. Insgesamt lebte Nagarjuna über 600 Jahre.
SHAWARI
Shawari war ein Schüler von Nagarjuna. Aus der Sicht der gewöhnlichen Erscheinung war er ein Jäger, aber er erhielt von Nagarjuna Ermächtigungen und Belehrungen für Heruka und praktizierte diese aufrichtig am 'Prächtigen Berg', wo er die Erleuchtung erlangte. Es wird gesagt, dass diejenigen mit reinem Karma, Shawari bis zum heutigen Tag dort sehen können.
LUYIPA
Prinz Luyipa war der Hauptschüler von Shawari. Am zehnten Tag von jedem Monat ging er auf ein Leichenfeld, um zu meditieren. Eines Tages, als er dort ankam, sah er eine Gruppe von Männern und Frauen, die ein Picknick machten. Eine der Frauen gab ihm ein Stück Fleisch und als er aß, war sein Geist sofort unauffällig gesegnet und gereinigt. Er erhielt eine Vision von Heruka und Vajrayogini und erkannte, dass die Männer und Frauen in Wirklichkeit Helden und Heldinnen waren. Während er in dem Leichenfeld war, erhielt er Lehren direkt von Heruka. Weil Luyipa ein Praktizierender von Heruka war, kam er unter die Obhut der Helden und Heldinnen, und erreichte gute Ergebnisse einfach durch das Probieren von dem Stück Fleisch, das ihm von einer Emanation von Vajrayogini gegeben wurde.
DARIKAPA
König Darikapa erhielt die Ermächtigung und Belehrungen auf Heruka von Luyipa, der vorhersagte, dass wenn Darikapa sein Reich verlassen würde und sich in der Praxis von Heruka und Vajrayogini sehr bemühte, er schnell Erleuchtung erlangen würde. Darikapa verließ sofort seinen Palast und wanderte als Bettler von Ort zu Ort, bei jeder Gelegenheit die Meditation praktizierend. In einer Stadt in Süd-Indien traf er eine wohlhabende Kurtisane, die eine Ausstrahlung von Vajrayogini war. Diese Frau besaß ein großes Haus, in dem er als ihr Diener für zwölf Jahre arbeitete. Während des Tages führte er niedere Aufgaben im und um das Haus aus und in der Nacht praktizierte er nach Luyipa's Anweisungen. Nach zwölf Jahren erlangte er die fünfte Stufe der Vollendungs-Stufe, die Vereinigung, die das Lernen braucht. Es wird gesagt, dass Darikapa und das ganze Gefolge von der Kurtisane, von vierzehntausend Wesen, das Reine Land von Keajra erreicht haben. Das ist, weil Darikapa ein reiner Heruka-Praktizierender war und so alle, die ihn gesehen oder berührt haben, damit die Ursache erstellten, um in Heruka's Reinem Land wiedergeboren zu werden.
DINGKIWA
Einer der Minister der König Darikapa, Dingkiwa, erhielt die Ermächtigung und die Lehren auf Heruka auch von Luyipa, die vorhergesagt, dass er eine Wein-Verkäuferin, die eine Ausstrahlung von Vajrayogini war, kennenlernen würde. Als er sie kennenlernte, lebte Dingkiwa mit ihr und diente ihr für zehn Jahre, und als Ergebnis ihrer Segnungen erlangte er in seinem Leben die Erleuchtung. Es wird gesagt, dass auch die Insekten, die in dem Ort lebten, wo er die Erleuchtungerlangt hatte, in Herukas Reinem Land wiedergeboren wurden.
GHANTAPA
Ghantapa war ein weiterer großer Mahasiddha. Geboren als Prinz, der Sohn des Königs von Nalanda, ordinierte er später als Mönch. Er wurde extrem geschickt in der Praxis der Stufen von dem Sutra und dem Tantra und besiegte in der Debatte häufig Nicht-Buddhisten. Gegen Ende seines Lebens traf er König Darikapa, von dem er Ermächtigungen und Belehrungen auf Heruka erhielt und der ihm riet, auf einen Berg in Bengalen zu gehen, um die Meditation zu üben. Eines Tages, während er dort meditierte, hörte er eine Stimme im Raum, die zu ihm sagte, er soll nach Oddiyana gehen, wo er eine Schweinehirtin treffen würde. Erfreut dies zu hören, machte er sich augenblicklich auf den Weg nach Oddiyana und traf dort, wie vorhergesagt, die Schweinehirtin, die er sofort als Emanation von Vajrayogini erkannt hat. Er erhielt von dieser Ausstrahlung Einweihungen und Belehrungen auf Heruka und ging dann tief in den Wald von Odivisha (heute Orissa) in Indien, wo er sich in der intensiven Meditation über Heruka und Vajrayogini betätigte.
Da er in einem abgelegenen Ort lebte, war seine Ernährung schlecht und sein Körper war abgemagert. Eines Tages war der König von Odivisha in dem Wald auf der Jagd, als er zufällig auf Ghantapa traf. Zu sehen, wie dünn und schwach er war, fragte der König Ghantapa, warum er mit einer solch schlechten Ernährung im Wald lebte, und er ermutigte ihn, in die Stadt zu gehen, wo er ihm Nahrung und Obdach geben würde. Ghantapa antwortete, dass gerade wie ein großer Elefant nicht mit einem feinen Faden aus dem Wald geführt werden kann, so könne er durch die Reichtümer eines Königs nicht in Versuchung geraten, den Wald zu verlassen. Von Ghantapas Weigerung verärgert, kehrte der König in seinen Palast zurück, bedrohliche Rache schmiedend.
So war es durch den Zorn des Königs, dass er eine Reihe von Frauen aus der Stadt herbeirief und ihnen von dem arroganten Mönch in dem Wald erzählte. Er bot jeder von ihnen, die Ghantapa verführen und ihn dazu zwingen könnte, seine Gelübde des Zölibats zu brechen, großen Reichtum an. Eine Frau, eine Wein-Verkäuferin, prahlte damit, dass sie dies tun könnte und sie machte sich auf den Weg zum Wald, um Ghantapa zu finden. Als sie ihn schließlich fand, fragte sie, ob sie seine Dienerin werden könnte. Ghantapa hatte keine Notwendigkeit für eine Dienerin, aber er erkannte, dass sie eine starke Beziehung aus einem früheren Leben hatten und so erlaubte er ihr, zu bleiben. Er gab ihr spirituelle Anweisungen und Ermächtigungen, und sie betätigten sich aufrichtig in der Meditation. Nach zwölf Jahren haben sie sowohl die Vereinigung des Nicht-mehr-Lernensals auch die volle Erleuchtung erreicht.
Eines Tages beschlossen Ghantapa und die ehemalige Weinhändlerin, die Menschen in der Stadt zu ermutigen, ein größeres Interesse am Dharma zu entwickeln. Dementsprechend ging die Frau wieder zum König und berichtete, dass sie den Mönch verführt hatte. Zuerst zweifelte der König an der Wahrheit ihrer Geschichte, aber als sie erklärte, dass sie und Ghantapa jetzt zwei Kinder hatten, einen Sohn und eine Tochter, war der König erfreut über diese Nachricht und sagte ihr, dass sie Ghantapa an einem bestimmten Tag in die Stadt bringen soll. Dann gab er eine abfällige Verkündung über Ghantapa und befahl seinen Untertanen, sich an dem bestimmten Tag zu versammeln, um den Mönch zu beleidigen und zu demütigen.
Als der Tag kam, verließen Ghantapa und die Frau mit ihren Kindern den Wald, der Sohn auf der rechten Seite von Ghantapa und die Tochter auf seiner linken Seite. Als sie in die Stadt kamen, ging Ghantapa, als ob er betrunken war, eine Schale haltend, in welche die Frau Wein goss. Alle Leute, die sich versammelt hatten, lachten und spotteten, lästerten und schimpften auf ihn. "Vor langer Zeit", verhöhnten sie ihn, "lud unser König Sie in die Stadt ein, aber Sie haben seine Einladung arrogant abgelehnt. Jetzt kommen Sie betrunken und mit einer Wein-Verkäuferin. Was für ein schlechtes Beispiel von einem Buddhisten und einem Mönch!" Als sie fertig war, schien Ghantapa wütend zu werden und warf seine Schale auf den Boden. Die Schale sank in die Erde, zerteilte den Boden und verursachte das Erscheinen einer Wasserquelle. Ghantapa wandelte sich sofort in Heruka und die Frau in Vajrayogini um. Der Junge wandelte sich in einen Vajra um, den Ghantapa in seiner rechten Hand hielt, und das Mädchen in eine Glocke, die er in der linken Hand hielt. Ghantapa und seine Gemahlin umarmten sich dann und flogen in den Himmel.
Die Leute waren erstaunt und entwickelten sofort tiefes Bedauern für ihre Respektlosigkeit. Sie warfen sich zu Ghantapa nieder und baten ihn und die Ausstrahlung von Vajrayogini zurückzukehren. Ghantapa und seine Gemahlin lehnten ab, sagten aber, dass, wenn das Bedauern der Menschen aufrichtig ist, sie dies vor Avalokiteshvara, der Verkörperung von Buddhas großem Mitgefühl, gestehen sollen. Durch die tiefe Reue des Volkes von Odivisha und die Kraft ihrer Gebete entstand eine Statue von Avalokiteshvara aus dem Quellwasser. Die Leute von Odivisha wurden sehr hingebungsvolle Dharma-Praktizierende und viele von ihnen erreichten die Verwirklichung. Die Statue von Avalokiteshvara ist heute noch zu sehen.
Aufgrund der reinen Praxis auf Heruka und Vajrayogini von Ghantapa im Wald, sah Vajrayogini, dass es die richtige Zeit für ihn ist, ihren Segen zu empfangen und so manifestierte sie als Wein-Verkäuferin. Durch das Leben mit ihr erreichte Ghantapa das Reine Land von Heruka.
KRISHNAPADA
Krishnapada erhielt die Ermächtigung und Belehrungen auf Heruka von Mahasiddha Dzalandarapa. Er erlangte die Erleuchtung im Zwischenzustand nach Erreichen des letztendlichen Beispiels von klarem Licht, das klare Licht des Todes. Bevor er starb, erlangte er außergewöhnliche Wunderkräfte, indem er sich auf die Erzeugungs-Stufe von Heruka verlassen hat. Er konnte, nur dadurch, dass er sie anstarrte, bewirken, dass wilde Tiere oder Angreifer einfroren und konnte wilde Tiere auch mit einem Blick zähmen. Er konnte verursachen, dass Früchte von den Bäumen fielen, wenn er gerade auf sie schaute, und er konnte gehen, ohne den Boden zu berühren. Als er einen Fluss überqueren wollte, zog er einfach sein Obergewand aus und schwebte darauf über den Fluss, während er in der Vajra-Haltung saß.
Alle Linien-Gurus von diesen Anleitungen, von Ghantapa bis zu meinem Wurzel-Guru, Trijang Dorjechang Losang Yeshe Rinpoche, sind konkrete Beispiele für Praktizierende, welche die Vereinigung von Buddha Heruka durch die Praxis von dem Heruka-Körper-Mandala erreicht haben. Die Anleitungen in diesem Buch sind die Anweisungen, die von der Emanation von Vajrayogini bei Oddiyana an Ghantapa gegeben wurden. Wenn wir sie aufrichtig praktizieren, können wir alle Errungenschaften erreichen und zu einem reinen heiligen Wesen, wie Mahasiddha Ghantapa, werden.

